Federspiel erlöst Österreichs Mountainbiker

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In der allerletzten Entscheidung der Heim-WM der Mountainbiker in Saalfelden/Leogang hat es am Sonntag für Österreich doch noch mit einem Medaillengewinn geklappt.

Der Tiroler Daniel Federspiel sicherte sich im neuen WM-Bewerb Eliminator Bronze, indem er in der Innenstadt Saalfeldens in der Vierer-Entscheidung den Deutschen Christian Pfäffle knapp auf Distanz hielt.

Gold ging an den Schweizer Raphael Näf bzw. die Schwedin Alexandra Engen.

Taktisch clever

Federspiel hatte heuer im überhaupt ersten Weltcup-Bewerb in dieser Disziplin im April in Belgien Rang zwei erreicht und sich auch bei der WM-Premiere dieser K.o.-Konkurrenz gute Chancen auf einen Spitzenrang ausgerechnet.

Der 25-Jährige fuhr dann auch taktisch klug vorerst bis ins Semifinale. Im Viertelfinale ging Federspiel nicht voll auf den Gewinn des Laufes, mit einem kontrollierten zweiten Rang stieg er ebenso sicher auf.

Beinahe verspekuliert

Im Semifinale vor rund 5.000 Zuschauern verspekulierte sich der Lokalmatador aber beinahe.

In der zweiten von zwei Runden auf dem über einige Stufen-Passagen führenden Kurs übernahm er die Führung, stellte aber zu früh ab, und setzte sich im Duell um Rang zwei erst nach Fotofinish-Entscheid gegen den Australier Chris Jongewaard durch.

"Da hätte ich mich fast verschätzt. Ich wollte mir noch Körner für das Finale aufheben", sagte er.

Zwei Mal Pech mit "Blech"

Damit war ihm Rang vier sicher. "Blech" hatten im WM-Verlauf schon seine Landsleute Anita Molcik im Four-Cross und Alexander Gehbauer im U23-Cross-Country-Rennen geholt.

Federspiel aber wollte mehr. Miha Holzer schien nach einer überlegen geführten ersten Runde Gold entgegen zu fahren, Näf holte aber auf und fing den Slowenen aber noch knapp vor dem Ziel ab. Im zweiten Duell ließ Federspiel Pfäffle nicht vorbeikommen.

"Das Rennen meines Lebens"

"Ich habe die Medaillenchance fast schon schwinden sehen", meinte Federspiel. Nach der ersten von zwei Runden war er nämlich kurzfristig auf Rang vier zurückgefallen.

"Mit der Medaille ist dann für mich aber ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ich bin ein taktischen Rennen gefahren und überglücklich. Es war das Rennen meines Lebens." Der Imster ist Profi und hat sich ganz auf diese Disziplin spezialisiert.

Gold an Alexandra Engen

Während Gregor Raggl als zweiter Österreicher im Feld das Achtelfinale erreichte und 20. wurde, war in der Damen-Konkurrenz keine Österreicherin am Start.

Im Finale wurde die favorisierte Schwedin Alexandra Engen von der Schweizerin Jolanda Neff stark gefordert, die Führung wechselte mehrmals. Im Zielsprint ging die Skandinavierin ein letztes Mal vorbei und gewann knapp. Bronze ging an die Polin Aleksandra Dawidowicz.

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