Vinokourov sorgt sich um das Team Astana

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Alexandre Vinokourov ist in Sorge um sein Team Astana.

Der kasachische Radprofi fürchtet um die Zukunft des Rennstalls und plant deswegen, sein für Ende 2011 angekündigtes Karriereende zu verschieben und auch in der kommenden Saison als Pedalritter die Landstraßen dieser Welt abzufahren.

„Ich fahre, um zu zeigen, dass ich ein Kämpfer bin. Ich bin keiner, der so leicht aufgibt“, so „Vino“ im Gespräch mit „L’Equipe“.

Machtkampf mit dem Management

Hauptbeweggrund ist das neue Teammanagement Astanas, mit dem er sich einen Machtkampf liefert. „Ich habe das Team Astana 2006 mit der Regierung meines Heimatlandes ins Leben gerufen. Aber seit meinem Sturz bei der Tour habe ich das Gefühl, dass einige nur noch die Idee haben, mich loszuwerden."

Er habe seit Juli einiges mitgemacht und gelernt. Kein einziger aus dem Management habe ihn nach dem Horror-Crash, bei dem er sich einen Oberschenkelbruch zuzog, besucht. „Nur meine wahren Freunde standen mir zur Seite.“

„Ich möchte Astana retten“

Vinokourov beschwerte sich überdies, dass die Verantwortlichen bereits davon sprachen, den Vertrag mit dem 38-Jährigen aufgelöst zu haben. Das sei Blödsinn, denn Vinokourov liebäugelt nun sogar damit, die Olympischen Spiele in London ins Auge zu fassen.

Schließlich ist dem Kasachen bewusst, dass er aufgrund der zahlreichen Punkte, der er im UCI Ranking in den vergangenen beiden Jahren sammelte, einer der Schlüsselfiguren in seiner Equipe ist.

„Ich möchte einfach nur das Team Astana retten“, beteuert er. „Es gibt ein riesiges Potenzial in Kasachstan. Was allerdings in den letzten Wochen passiert ist, besorgt mich. Das Image (des Teams, Anm.) wurde beschädigt, weil einige Leute glauben, sie können ein Rad-Team aufgrund ihres Universitäts-Diploms führen. „

Ahnungslose Manager?

Ein fataler Irrtum, wie Vinokourov findet: „Sie haben keine Ahnung!“

Er wolle Astana helfen, in der WorldTour zu bleiben. „Die neuen Manager verstehen die Grundlagen der Regularien nicht: Die UCI-Punkte. Jene, die mich loswerden wollen, sind dieselben, die dem Team aufgrund der verlorenen Punkte schaden würden.“

Ohne seine Zähler würde die Equipe Gefahr laufen, zum Professional Continental Team abgestuft zu werden, „da sie niemanden für 2012 unter Vertrag genommen haben.“

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