Eisel trennt sich vom "Bruder"

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Eisel verlängert seinen Vertrag bei Sky

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Die Erfolgspartnerschaft von Superstar Mark Cavendish und Bernhard Eisel geht zu Ende.

Der Österreicher folgt dem Ex-Weltmeister nicht zum Team Omega Pharma-Quick Step.

Stattdessen verlängerte der 31-jährige Steirer seinen Vertrag bei Sky vorzeitig um zwei Jahre bis Ende 2015.

Das gab der britische Rennstall um Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins am Freitag bekannt.

"Eine der schwierigsten Entscheidungen"

Eisel und Cavendish waren seit 2007 ununterbrochen im selben Team gefahren, der Österreicher wurde dabei zum wichtigsten Helfer des Weltmeisters von 2011 und Siegers von 23 Tour-Etappen.

"Dass uns Mark Cavendish verlässt, hat es zu einer der schwierigsten Entscheidungen meines Lebens gemacht", kommentierte Eisel die Vertragsverlängerung.

Eisel bleibt Sky langfristig treu

Im Vorjahr war das Duo nach der Auflösung von HTC-Highroad zu Sky gewechselt, beide unterschrieben vorerst bis Ende 2013. Während Cavendish in Zukunft für die Belgier wieder mehr auf eigene Kappe fahren will, bleibt Eisel den Engländern langfristig treu.

"Ich wäre nicht geblieben, wenn ich mich hier nicht absolut zu Hause gefühlt hätte", versicherte der Routinier.

Ungewöhnlich langer Vertrag

Ein Rennsieg blieb Eisel im ersten Jahr bei Sky zwar verwehrt, dafür erreichte er bei der Tour de France zum neunten Mal in Folge das Ziel in Paris - und das erstmals mit dem Gesamtsieger in den eigenen Reihen.

Für seine treuen Dienste für Cavendish, Wiggins und den zweitplatzierten Chris Froome wurde der Wahl-Klagenfurter mit einem im Radsport ungewöhnlich langen Vertrag belohnt.

Eisel gefällt "wichtige Rolle"

"Mir hat es gefallen, diese wichtige Rolle im Team eingenommen zu haben und meinen Teil zu historischen Leistungen beigetragen zu haben", erklärte Eisel.

"Wir haben bei Sky schon sehr viel erreicht. Aber ich bin sicher, dass in Zukunft noch einige weitere Erfolge warten. Das sind spannende Aussichten."

Mehr Chancen für sich selbst

Ohne Cavendish könnte Eisel auch wieder mehr Gelegenheiten bekommen, für sich selbst zu fahren. Seinen bisher letzten großen Triumph - abgesehen von den wertvollen Teamerfolgen - hatte der Österreicher 2010 beim Klassiker Gent-Wevelgem gefeiert.

"2013 werde ich sicher größere Chancen haben, meinen ersten Sieg für Sky einzufahren", meinte Eisel. "Gleichzeitig werde ich weiterhin das tun, was ich am besten kann: anderen Leuten zu Siegen verhelfen."

Cavendish wie ein "Bruder"

Mit Cavendish bestritt er heuer den Giro d'Italia und die Tour. Der Sprintstar holte jeweils drei Etappensiege. "Wir sind seit 2007 zusammen gefahren und er war die meiste Zeit davon mein Zimmerkollege", erinnerte Eisel.

"Ich habe mich nicht nur auf dem Rad um ihn gekümmert, ich betrachte ihn auch als Bruder. Es wird seltsam sein, in Zukunft gegen ihn zu fahren."

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