Degenkolb siegt auf der 5. Etappe des Giro d'Italia

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Der Deutsche John Degenkolb hat am Mittwoch die fünfte Etappe des 96. Giro d'Italia gewonnen.

Nach 203 Kilometern von Cosenza nach Matera setzte sich der 24-Jährige vom Team Argos-Shimano in einem langen Schlussspurt vor dem Spanier Angel Vicioso  (KAT) und seinem deutschen Landsmann Paul Martens (BLA) durch.

Sturz kurz vor dem Ziel

Zahlreiche Athleten der Spitzengruppe kamen bei einem Sturz kurz vor der Zieldurchfahrt zu Fall. Der Crash war von Luka Mezgec, einem Teamkollegen Degenkolbs, ausgelöst worden.

„Mein Anfahrer ist wie ein anderer Fahrer auch gestürzt. Vorne war noch ein Mann von Bardiani. Ich habe mich umgeschaut und hinter mir war nur Viviani. Dann habe ich Vollgas gegeben, um den Bardiani-Fahrer noch einzuholen“, beschrieb Degenkolb, der nach fünf Etappensiegen bei der Vuelta 2012 nun seinen sechsten Sieg bei einer großen Rundfahrt feierte, die hektische Schlussphase des Rennens.

„Am Ende war mir schwarz vor Augen, ich war so leer“, so der Deutsche, der nach der Zielankunft völlig entkräftet zusammenbrach.

Keine Änderungen im Gesamtklassement

Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Italiener Luca Paolini (Katusha) erfolgreich, er führt weiterhin 17 Sekunden vor Rigoberto Uran (SKY) und dem Spanier Benat Intxausti (MOV, +26).

Die Favoriten Vincenzo Nibali (AST, +31), Vorjahressieger Ryder Hesjedal (GRS, +34) und Tour-de-France-Gewinner Bradley Wiggins (SKY, +43) folgen auf den Plätzen.

Giovanni Visconti (MOV) kann das Bergtrikot behaupten, sein italienischer Landsmann Fabio Aru (AST) führt in der Nachwuchswertung.

Überflutung

Als das Peloton noch hundert Kilometer vom Ziel entfernt war, konnte sich im Zielort Matera noch niemand vorstellen, dass dort noch ein Radrennen gefahren werden könnte.

Der malerische Ort im Süden Italiens wurde von Regenmassen überflutet, auf der Zielgeraden floss das Wasser ins Strömen.

Flachetappe

Am Donnerstag startet die sechste Etappe ganz ohne Bergwertungen in Mola Di Bari, Ziel ist Margherita Di Savoia.

Hier könnten die Sprinter um Mark Cavendish wieder zum Zug kommen, die auf der fünften Etappe noch am letzten Berg abreißen lassen mussten.

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