Der doppelte Visconti

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Visconti gewinnt die 17. Giro-Etappe

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Der Italiener Giovanni Visconti hat seine zweite Etappe beim diesjährigen Giro d'Italia gewonnen.

Der Profi vom Team Movistar setzte sich am Mittwoch auf dem 17. Teilstück von Caravaggio nach Vicenza nach 214 Kilometern als Solist durch und durfte nach seinem Erfolg vom Sonntag abermals jubeln.

Kaum Änderungen bei Gesamtwertung

Auf der 15. Etappe hatte er die Kletterpartie in Schnee und Eis am Galibier für sich entschieden - diesmal klappte es für Visconti im Flachen.

An der Spitze der Gesamtwertung gab es vor dem womöglich vorentscheidenden Bergzeitfahren am Donnerstag keine großen Veränderungen:

Der Italiener Vincenzo Nibali führt weiter mit knapp eineinhalb Minuten Vorsprung auf den Australier Cadel Evans. Dritter blieb der Kolumbianer Rigoberto Uran vor Michele Scarponi (ITA).

Vierergruppe setzt sich ab

Auf dem letzten Flachstück vor den Etappen in den Dolomiten hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe mit Gert Dockx, Luke Durbridge, Miguel Angel Rubiano und Maxim Belkow früh vom Feld abgesetzt.

In relativ gemächlichem Tempo ließ das Peloton die vier gewähren, ehe rund 20 Kilometer vor dem Ziel die Flucht beendet war.

Am einzigen Anstieg attackierte Visconti und ließ sich dank beherzter Fahrweise nicht mehr einholen. "Unglaublich", meinte der Tagessieger, "die Willenskraft hat heute den Sieg ausgemacht." Den Sprint der Verfolger gewann Ramunas Navardauskas aus Litauen.

Diesmal Kein Regen

Nach zum Teil bitterkalten und regennassen Tagesabschnitten blieb die 17. Etappe trocken und wurde wie geplant über die Bühne gebracht. Für die nächsten Tage müssen sich die Fahrer voraussichtlich aber wieder auf Streckenänderungen einstellen.

Wegen prognostizierten Schneefalls und Minustemperaturen in den Alpen auf einer Höhe von über 1.500 Metern sind die Teilstücke in den Dolomiten in Gefahr.

Die Rundfahrt-Chefs denken für Freitag und Samstag vor dem Finale in Brescia über Alternativstrecken nach, hieß es am Mittwoch.

Weitere Etappen gesichert

Die 18. Etappe am Donnerstag, das Bergzeitfahren über 20,4 Kilometer von Mori nach Polsa auf 1.205 Meter Höhe, solle wie geplant über die Bühne gehen.

Laut Angaben von lokalen Verantwortlichen nach Rücksprache mit dem Giro-Veranstalter ist die Zielankunft der Freitag-Etappe im Martelltal auch gesichert - notfalls mit tiefer hinunterverlegtem Ziel.

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