Marathon-Etappe an Ulissi

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Ulissi holt sich die Marathon-Etappe

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Alberto Contador hat den ersten Tag nach seiner Sturz-Verletzung im 98. Giro d'Italia im Rosa Trikot schadlos überstanden.

Der 32-jährige Spanier, der sich beim Crash in Castiglione die Schulter ausgekugelt und die Bänder gedehnt hatte, führt nach der siebenten und längsten Etappe weiter mit zwei Sekunden vor dem Italiener Fabio Aru.

Bei der Sieger-Ehrung brauchte Contador immer noch Hilfe, um ins Maglia Rosa zu schlüpfen.

Längstes Giro-Teilstück seit 1989

Die Marathon-Etappe über 264 Kilometer - das längste Giro-Teilstück seit 1989 - gewann am Mittwoch in Fiuggi der ehemalige Junioren-Weltmeister Diego Ulissi vor dem Spanier Juan Laboto und dem Australier Simon Gerrans.

Auf der ansteigenden Zielgeraden wartete der italienische Radprofi sehr lange mit seinem Angriff. Seinem Antritt war dann keiner gewachsen.

Ausgelassener Jubel

Ulissi freute sich so sehr, dass er nach der Zieldurchfahrt sogar den Asphalt küsste. Der Erfolg in Fiuggi war für ihn von herausragender Bedeutung.

Im vergangenen Jahr hatte er zwei Etappen gewonnen, wurde dann aber des Kortison-Dopings überführt und rückwirkend für neun Monate gesperrt. Seit April ist Ulissi wieder im Renneinsatz.

Moderates Tempo

Das Renntempo war bis zum Finale moderat. Die Profis überschritten die Marschtabelle auf dem Weg von Grossetto in die Mineralwasser-Stadt Fiuggi um fast eine Stunde, weshalb es auch zu keinen Verschiebungen an der Spitze der Gesamtwertung kam.

Österreichs einziger Teilnehmer, der Steirer Bernhard Eisel, schonte auch im Finish seine Kräfte und rollte mit 18:56 Minuten Rückstand als 178. über die Ziellinie.


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