Eisels Giro-Zwischenfazit: "Nass, kalt, rutschig"

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Am Dienstag steigt das zehnte Teilstück des Giro d'Italia von Modena nach Sasomaggiore Terme.

Die 173 Kilometer sind flach, quasi die Ruhe vor dem Sturm bevor es langsam aber sicher in die Berge geht.

Am zweiten Ruhetag des Giro d'Italia nimmt sich Sky-Profi Bernhard Eisel Zeit, um Fragen via Twitter zu beantworten.

Der Österreicher spricht über Bärte, die vielen Stürze und den Start in Irland.

Frage: Wie haben dir auf deinem dritten Giro die Startetappen in Irland gefallen?

Bernhard Eisel: Ich liebe Irland! Ich war zweimal bei der Tour of Irland dabei und ich habe mich wirklich sehr gefreut, wieder dort zu sein. Die Landschaft und die Stimmung dort sind unglaublich. Das Wetter ist eine andere Geschichte, aber das kann niemand ändern. Es waren phantastische 5 Tage, die Leute und die Organisation haben das miese Wetter locker wettgemacht. Ich drücke die Daumen, dass es 2015 wieder eine Tour of Irland gibt.

Frage: Wie war der Giro für dich bisher?

Eisel: Nass, kalt, rutschig. Aber immerhin sturzfrei. Nur einmal ist mir jemand von hinten reingekracht und ich musste lange warten bis ich meine Kette wieder oben hatte. Leider hat es auch viele meiner Teamkollegen erwischt. Aber wir sitzen als eine der wenigen Mannschaften immerhin noch mit 9 Leuten im Bus.

Frage: Warum die vielen Stürze?

Eisel: In der ersten Woche passiert am meisten, weil noch so viele Leute mit dabei und die Straßen eng sind. Leider gibt es doch immer wieder Rad-Profis mit viel Ego und wenig Erfahrung, dann wird es gefährlich.

Frage: Wie viele Kilometer spult ihr Jungs an einem Ruhetag auf einer großen Rundfahrt herunter?

Eisel: Das kommt sehr auf das Rennen am Tag danach an. Montag war ein guter Tag und wir haben nur 40 Kilometer gemacht und haben eine schöne Kaffee-Pause eingelegt. Dienstag steht eine Flachetappe unter 200 Kilometern an. Der letzte Ruhetag vor dem Gavia sieht dann ganz anders aus, weil wir uns auf die Anstiege vorbereiten müssen. Da kannst du deinen Körper nicht abschalten lassen. Das war also unser letzter Ruhetag bei diesem Giro. Der nächste ist dann zwar kurz, hat aber eher Trainings-Tag-Charakter.

Frage: Wer ist der Clown bei euch im Team? Wer hält das Team bei Laune?

Eisel: Ich glaube, Luke Rowe ist auf einem sehr guten Weg dahin. Er bemüht sich wirklich sehr und ist sehr lustig! Er hat viel Talent und ist ein wirklich netter Kerl. Er ist immer für einen Spaß zu haben.

Frage: Der österreichische Bart – ist der jetzt eher bekannt unter Eisel- oder Conchita-Bart?

Eisel: Conchita hat das wirklich super gemacht und ich war sehr stolz, als ich mir den Eurovisions Song Contest angesehen habe. Ich habe im Internet auf Facebook und Twitter herumgesurft, während ich mir in Belfast im TV den britischen Kommentar angehört habe. Das war eine gute Nacht, ich war vielleicht ein bisschen zu lange auf, aber das war es wert. Es war großartig für Österreich und für ganz Europa.

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