Schleck: "Bin kein Schummler"

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Ein Jahr Sperre - keine Tour für Fränk Schleck

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Der luxemburgische Radprofi Fränk Schleck ist am Mittwoch von der Anti-Doping-Agentur seines Landes (ALAD) für ein Jahr gesperrt worden.

Dem 32-Jährigen war bei der Tour de France 2012 bei einem Dopingtest nach der 13. Etappe die Einnahme des Diuretikums Xipamid nachgewiesen worden.

Diuretika können dazu verwendet werden, Dopingsubstanzen zu verschleiern. Das Team RadioShack zog den älteren Bruder des Tour-Sieger Andy Schleck (2010) daraufhin von der Tour zurück.

Keine Frankreich-Rundfahrt

Schleck kann gegen die Sanktion berufen, die nach Aussage des ALAD-Chefs Robert Schuller mit Wirkung vom 14. Juli 2012 in Kraft tritt.

Damit verpasst der Gewinner der Tour de Suisse 2010 und Sieger der Tour-de-France-Königsetappe nach L'Alpe d'Huez 2006 die heurige Frankreich-Rundfahrt, die am 29. Juni auf Korsika beginnt.

Fränk Schleck, der 2011 Dritter der Tour war, bestreitet Doping und behauptet, ihm sei die Substanz untergeschoben worden.

Auch bei Fuentes

Schleck war bereits früher mit Doping in Zusammenhang gebracht worden.

2008 hatte er zugeben müssen, dass er 2006 mit dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes zusammengearbeitet hatte, der an Athleten Blutdoping durchgeführt hat und deshalb derzeit in Madrid vor Gericht steht.

Er habe Geld aber nur für ein Trainingsprogramm überwiesen, rechtfertigte sich Schleck damals vor der ALAD, die ihn mangels Beweisen freisprach.

"Bin kein Schummler"

Schleck hatte erklärt, er habe den Kontakt zu Fuentes sofort abgebrochen, als er von dessen Verbindung zum Doping erfahren habe.

Schleck zeigte sich enttäuscht über die Höhe der Strafe, strich aber in seinem Kommentar das aus seiner Sicht Positive hervor.

"Die Kommission hat ausgeschlossen, dass ich absichtlich ein verbotenes Produkt genommen habe", sagte Schleck. "Ich halte den Kopf hoch, ich bin kein Schummler."

Verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel

Nach seinen Worten habe die ALAD die Präsenz von Xipamid-Spuren auf die Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels zurückgeführt.

"Zwölf Monate Sperre sind daher hart. Aber das Reglement ist streng", sagte der Teamkollege des Tirolers Thomas Rohregger.

Der Anwalt von Schleck wird nach Studium des Urteils über eine Berufung entscheiden.

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