Im Dirndl in die Top 15

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Gymnastin Weber: Im Dirndl in die Top 15

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Sie will nicht nur sich ins rechte Licht rücken, sondern auch ihr Heimatland.

Die Rhythmische Gymnastin Caroline Weber setzt bei den Olympischen Spielen in ihren Küren auf Akzente aus der Alpenrepublik.

Im Dirndlkleid will sie zu Musik von Hubert Goisern einen bleibenden Eindruck beim britischen Publikum hinterlassen.

"Will Österreich gut präsentieren"

"Ich will Österreich gut präsentieren, das wird mir hoffentlich vor allem durch meine österreichische Musik gelingen", sagte die Vorarlbergerin, die Donnerstag und Freitag im Einsatz ist.

Am Dienstag hatte die 26-jährige Weber ihr erstes Podiumstraining in der Wembley Arena, am Mittwoch folgte das zweite.

"Es ist sehr gut gelaufen. Wenn die Übungen bei Olympia ohne Fehler sind, dann wäre das natürlich super", meinte die vielfache österreichische Staatsmeisterin, die bei ihren zweiten Sommerspielen vor allem mehr vom Event mitbekommen will.

"In Peking ist alles zu schnell und an mir vorbeigegangen. Ich habe es nicht richtig realisieren können."

Konstante Ergebnisse bei Topereignissen

Vor vier Jahren in London landete sie auf dem 17. Platz, bei den Weltmeisterschaften 2011 in Montpellier auf 15. Ein ähnliches Ergebnis strebt sie auch in London an.

"Das wäre super, wenn ich diesen Platz halten kann. Es wird natürlich auch auf die Tagesverfassung ankommen. Jeder Platz weiter vorne wäre sehr gut, aber auch sehr, sehr schwer zu erreichen."

Nur die besten zehn kommen ins Finale, in dem mit allen vier Geräten noch einmal performt wird. Das ist unrealistisch für Weber.

Bei der neuen Zusammenstellung der Küren mit Ball, Reifen, Band und Keulen wurde Weber von Nationaltrainerin Lucia Egermann und der vielfachen bulgarischen Medaillengewinnerin Maria Petrowa unterstützt.

Ebenso wichtig wie die Auswahl der Elemente, die Körperbeherrschung und die Harmonie ist in der Rhythmischen Gymnastik aber auch der Ausdruck, weshalb Weber auf Rot-Weiß-Rot, Goiserns "Wildschütz Räp" (Ball) und den Radetzkymarsch (Band) setzt.

Bei EM stark in Form

Weber erreichte im EM-Mehrkampf 2010 in Bremen Platz neun, das war die beste Platzierung des Fachverbandes (ÖFT) überhaupt.

Heuer kam sie bei den Kontinentaltitelkämpfen in Nischnij Nowgorod auf den ebenfalls sehr guten elften Platz.

Der Titel ging an Olympiasiegerin Jewgenia Kanajewa vor Alexandra Merkulowa und Alija Garajewa aus Aserbaidschan.

EM-Besetzung ähnlich wie Olympia

Da die Weltspitze der Rhythmischen Gymnastik geschlossen aus Europa kommt, war das EM-Finalfeld praktisch identisch mit den für die Olympischen Spiele qualifizierten Athletinnen.

Kanajewa gewann auch zuletzt beim Grand Prix in Hard im Mehrkampf und mit drei Geräten.

Weber landete mit Reifen und Keulen jeweils auf Platz sieben. Bei Olympia werden Medaillen nur im Mehrkampf (Einzel, Mannschaft) vergeben.

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