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Fünfkampf: WM in Rom für Daniel "größter Olympia-Test"

Österreichs Olympia-Hoffnung Thomas Daniel hat bei der WM im Modernen Fünfkampf am Wochenende in Rom einen Spitzenplatz im Visier.

Der Niederösterreicher hat sich zuletzt zehn Tage mit dem ungarischen Nationalteam auf die Titelkämpfe vorbereitet, rechnet sich Chancen auf einen Top-Ten-Platz aus.

Ob der Besetzung mit allen Topathleten ist die WM der wichtigste Olympia-Test.

"Kann ganz vorne sein"

Daniel ist bei beiden Großereignissen der einzige österreichische Starter.

Die Olympia-Qualifikation hat der 27-Jährige bereits in der Tasche - als erster österreichischer Fünfkämpfer seit Helmut Spannagl in Seoul 1988.

"Wenn es bei der WM gut funktioniert, weiß ich, dass ich auch bei den Spielen ganz vorne sein kann", erklärte Daniel. "Alle werden bestmöglich vorbereitet sein, das ist der größte Test für Olympia."

Profitiert von Ungarn

Seine größten Defizite ortet Daniel noch immer im Schwimmen, wenngleich er sich auch in dieser Disziplin an die Weltspitze herangekämpft hat.

Seine Stärken liegen im abschließenden Combined-Bewerb aus Laufen und Schießen.

Dazu stehen Springreiten und Fechten auf dem Programm. Gerade im Degen-Fechten hat Daniel zuletzt stark von der Zusammenarbeit mit den Ungarn profitiert.

"Das ist zur Zeit die stärkste Nation", meinte der Heeressportler.

Trainingslager im Ausland

In Österreich fehlen qualitativ hochwertige Trainingspartner. "Das ist so, seit ich den Fünfkampf professionell betreibe", erinnerte Daniel.

Und das sind immerhin bereits mehr als zehn Jahre. "Die Wochen, in denen ich heuer zu Hause trainiert habe, kann man an einer Hand abzählen."

Daher absolviert der Athlet des HSV Wr. Neustadt Trainingslehrgänge in Ungarn, Russland oder Colorado Springs in den USA. "Würde ich das nicht machen, wäre ich nicht dort, wo ich bin."

Die Form passt

Mittlerweile zählt Daniel zur erweiterten Weltspitze, ist bereits bei mehreren Weltcups in dieser Saison in den Top Ten gelandet.

Das ist auch für die WM das Ziel. "Damit wäre ich schon sehr zufrieden", erklärte der Niederösterreicher.

"Ich bin gut in Form, aber im Fünfkampf kann man so etwas nie genau voraussagen."

Finale als Etappenziel

Am Freitag steht in Rom das Semifinale auf dem Programm. Die jeweils zwölf besten Athleten aus drei Gruppen steigen ins Finale am Sonntag (Entscheidung ab 20.00 Uhr) auf.

"Das ist das erste Etappenziel", sagte Daniel. "Bei dem dichten Feld können auch im Semifinale bereits große Favoriten ausscheiden. Es gibt nur zwei oder drei Leute, die sich keine Sorgen machen müssen."

Zu denen zählt sich die aktuelle Nummer 13 der Welt noch nicht.

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