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Blake schlägt Bolt erneut

Die Sache wird ernst.

War die Niederlage über die 100 Meter – auch wegen des schwachen Starts – noch als Ausrutscher zu werten, kann nun von einer Krise gesprochen werden.

Usain Bolt hat schon wieder verloren. Diesmal über seine Paradestrecke, die 200 Meter.

Wieder Blake

Und abermals war es Yohan Blake, der dem Sprintstar bei den jamaikanischen Trials die Show stahl.

Der 100-Meter-Weltmeister kam mit der Zeit von 19,80 Sekunden als Erster ins Ziel, Bolt wurde mit drei Hundertstel Sekunden Rückstand Zweiter.

Keine Sorgen

Dieser Sieg des 22-Jährigen ist noch überraschender, als jener über 100 Meter. „Ich muss herausfinden, was falsch gelaufen ist, und daran arbeiten“, kommentierte Bolt seine neuerliche Niederlage.

Wirklich beunruhigt war der 25-Jährige aber nicht: „Ich mache mir keine Sorgen, solange sich mein Trainer keine Sorgen macht. Und das tut er nicht, also bin ich okay.“

Glen Mills, der neben Bolt auch dessen Konkurrent Blake coacht, meinte: „Möglicherweise ist er im Moment nicht gut drauf, aber ich bin mir sicher, wenn die Zeit kommt, um Leistung zu bringen, wird er wieder spitze sein.“

Es wird spekuliert

Doch in Kingston wurde bereits spekuliert, woran es liegen könnte, dass Bolt derzeit nur wie ein Schatten seiner selbst wirkt.

Hat er bei seinem Autounfall Anfang Juni doch leichte Verletzungen erlitten? War er in der bisherigen Saison zu viel auf Reisen? Hat er seinen Fokus verloren?

Antworten auf diese Fragen gibt es vorerst keine. Fakt ist nur, dass Blake nun als jener Mann, den es zu schlagen gilt, nach London reist.

Die Auswirkungen?

Für Bolt mag das gar nicht so schlecht zu sein, nehmen diese beiden Niederlagen doch etwas Druck von seinen Schultern, weil die Erwartungen für die Olympischen Spiele in London ein wenig gedämpft werden.

Vorausgesetzt, der Superstar kann mit seiner neuen Besiegbarkeit umgehen.

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