Warm anziehen für ÖTTV-Asse

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Unangenehmer Gegner für Werner Schlager

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Die Medaillenchancen für Österreichs im Olympia-Einzel engagiertes Tischtennis-Quartett sind gering.

Zwar steigen Chen Weixing und Werner Schlager bei den Herren sowie Liu Jia und Li Qiangbing bei den Damen jeweils erst in Runde zwei ein, doch im Erfolgsfall würden bis auf Chen schon in Runde drei scheinbar übermächtige Gegner warten.

Chen wiederum läuft als Verteidiger immer Gefahr, irgendwann im Turnierverlauf auf einen Spezialisten im Spiel gegen Abwehrspieler zu treffen.

Reicht das Basis-Spiel?

Die Auftaktgegner der ÖTTV-Spieler werden durchwegs am Samstag ermittelt, Schlager muss mit Mihai Bobocica rechnen.

"Ich habe nicht oft gespielt gegen ihn, das habe ich nicht so gern", sagte Schlager. "Denn ich möchte mich gerne auf Spiele gut vorbereiten."

Der 39-Jährige hat beim Italiener zuletzt eine starke Weiterentwicklung beobachtet, trainiert der doch in der Werner Schlager Academy (WSA). "Ich hoffe aber, dass mein Basis-Spiel reicht."

Dicker Brocken

Schlager würde bei einem Aufstieg auf den als Nummer zwei gesetzten chinesischen Vize-Weltmeister und zweifachen Olympia-2. Wang Hao treffen, wollte zu einem möglichen Duell mit ihm noch nichts sagen.

Genauso hält es Liu Jia mit ihrer potenziellen zweiten Kontrahentin, es ist dies die auf Position drei geführte südkoreanische Verteidigerin Kim Kyung-ah.

"Ich gehe optimistisch ins Turnier", sagte Liu. Als erste Gegnerin für die 30-Jährige erwartet Coach Liu Yan Jun die Kongolesin Han Xing.

Überraschung möglich

Ist Liu durch ihre Klasse und gute Form eine Sensation gegen Kim noch zuzutrauen, ist das bei Li gegen Kasumi Ishikawa unwahrscheinlich.

Die auf Nummer vier positionierte Japanerin wäre gegen Österreichs Nummer zwei haushohe Favoritin. Zunächst wird es für Li aber ohnehin erst gegen die Türkin Hu Melek oder gegen die Kanadierin Zhang Mo gehen.

"Ich glaube, ich habe gegen beide guten Chancen", sagte die 27-Jährige. "Gegen wen ich da spiele, ist eigentlich kein großer Unterschied."

Achtelfinale sollte drinnen sein

Chen hat die besten Aussichten, in die vierte Runde und damit ins Achtelfinale zu kommen. Sollte er seinen erwarteten ukrainischen Auftaktgegner Alexander Diduch besiegen, wäre er gegen den Franzosen Adrien Mattenet (14) auch chancenreich.

Programmierter Achtelfinalgegner wäre Dimitrij Ovtcharov (8).

Gegen den Deutschen hat der 40-jährige Niederösterreicher zuletzt im September bei den Austrian Open 1:4 und im Februar beim Europa-Top-12 2:4 verloren.

Schweres Los für Damen-Equipe

Ihre Auftaktspiele bestreiten die Österreicher am Wochenende. Der Mannschaftsbewerb der Damen geht am nächsten Freitag los, ebenso am Freitag oder am Tag danach starten die Herren.

Liu, Li und Amelie Solja müssen gegen Hongkong äußerst stark spielen und dann im Viertelfinale wohl gegen Südkorea umso mehr, um ins Semifinale zu kommen.

Chen, Schlager und Robert Gardos haben gegen Ägypten einen Pflichtsieg vor sich, ehe es vermutlich gegen Deutschland schwierig würde.

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