Chaos um US-Basketball-Team

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Medienzirkus um US-Basketball-Team

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Jacques wer?

Im Vergleich zum Ansturm auf das US-amerikanische Basketball-Team glich die Pressekonferenz von IOC-Präsident Jacques Rogge am Eröffnungstag der Olympischen Spiele beinahe einer Privatveranstaltung.

60 Kamerateams, noch einmal so viele Fotografen und Hunderte Journalisten wollten die bestbezahlten Sportler der Spiele am Freitag in London aus der Nähe sehen.

Massenansturm auf Gespräche

Die Gruppengespräche mit den Superstars Kobe Bryant, LeBron James und Kevin Durant gingen zum Teil unter chaotischen Bedingungen über die Bühne. "Hier geht es physischer zu als auf dem Spielfeld", scherzte Bryant. "Ich habe schon einige unsportliche Fouls gesehen."

Seit der ersten Olympia-Teilnahme von NBA-Profis 1992 in Barcelona ist das US-Team stets eine der Hauptattraktionen.

Ob der aktuellen Fülle an Superstars drängt sich sogar der Vergleich mit dem legendären "Dream Team" (Die ganze Geschichte) von vor 20 Jahren auf.

"Könnten sie schlagen"

"Ich sage nicht, dass wir die bessere Mannschaft sind", betonte Bryant. "Aber in einem Spiel könnten wir sie schlagen, auch wenn sie alle lebende Legenden sind." Zur endgültigen Klärung der Frage wünschte sich der 33-Jährige von den Los Angeles Lakers eine Zeitreise - zurück in die Hochblüte von Michael Jordan.

Gold ist für das Starensemble, das am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr MESZ) gegen Frankreich ins Turnier startet, jedenfalls Pflicht. "Sonst dürfen wir zu Hause wahrscheinlich gar nicht mehr einreisen", meinte Bryant.

Der fünffache NBA-Champion war schon bei Olympia-Gold 2008 dabei, London werden seine letzten Spiele sein. "Außer 2016 in Rio brauchen sie noch einen Seniorenspieler."

Die Eröffnungsfeier lässt sich keiner der zwölf US-Stars entgehen. Bryant will die zwei Wochen genießen und sich auch Sportarten ansehen, die nicht so im Rampenlicht stehen wie er selbst.

Bryant auch als Zuseher

"Man sieht, wie sich andere Weltklasse-Athleten vorbereiten", erklärte der Lakers-Kapitän, der durch Streichung von Junk Food vor den Spielen sieben Kilo abgenommen hat. "Mich interessieren auch Bogenschießen, Gewichtheben, Ringen, Turnen oder Wasserspringen."

Der Medienzirkus hatte mit einer Viertelstunde Verspätung begonnen. Selbst NBA-Supstars sind nicht davor gefeit, sich im Dschungel olympischer Kontrollen zu verirren.

Stars von Ansturm überrascht

Gut gelaunt parlierten die Multimillionäre dennoch fast eine Stunde lang - Bryant sogar in perfektem Italienisch, hatte er doch Teile seiner Kindheit in Italien verbracht. "Wir sind viel gewohnt, aber dieser Ansturm ist schon lustig", sagte der Routinier.

Zu den größten Stars der Spiele wollte er sich nicht zählen, dafür äußerte er seine Bewunderung für Schwimmstar Michael Phelps. Und für das spanische Basketball-Team, den vielleicht größten Herausforderer der USA.

Dort ist ein Lakers-Teamkollege der Leithammel, um den sich zuletzt Abgangsgerüchte gerankt haben. Die Frage nach dem besten Spieler außerhalb des US-Teams beantwortete Bryant daher wie aus der Pistole geschossen: "Pau Gasol".

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