Michael Weiss gewinnt WM-Titel beim XTERRA Maui

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Er war einer der Mitfavoriten auf den Titel, jetzt ist Michael Weiss Weltmeister.

Was ihm bei den Ironman World Championships in Kona verwehrt blieb, nämlich der Sieg, gelang ihm bei der XTERRA-Weltmeisterschaft auf Maui.

Und natürlich gewann der Niederösterreicher das Rennen auf dem Mountainbike.

Mit einem Bike-Split von 1:19:32 Stunden – damit war Weiss vier Minuten schneller als der nächstbeste Athlet – legte er den Grundstein zum Sieg, den er nach 2:27:00 Stunden fixierte.

33 Sekunden dahinter kam Dan Hugo aus Südafrika ins Ziel, Dritter wurde mit 1:26 Minuten Rückstand der Spanier Eneko Llanos.

Beim Schwimmen zurück

Beim Schwimmen, das er in 23:24 Minuten absolvierte, kam der in den USA lebende Triathlon-Profi 3:10 Minuten nach Olympiasieger Jan Frodeno aus dem Wasser

Lance Armstrong war 2:35 Minuten schneller als der neue Weltmeister.

Nach seinem sensationellen Ride auf der neuen Mountainbike-Strecke kam Weiss mit 45 Sekunden Vorsprung in die zweite Wechselzone.

Diesen Vorsprung gab er nicht mehr her, seine 43:54 Minuten für die abschließenden 10 Kilometer über Stock und Stein reichten, um sich Hugo vom Leib zu halten.

Frische Beine nach DNF

„Ich war in den letzten drei Jahren immer knapp dran, endlich konnte ich gewinnen. Damit wird ein Traum wahr, so ein überglücklicher „Wiki-Miki“, wie Weiss‘ Spitzname lautet.

Die Enttäuschung über die Aufgabe bei der Ironman-WM vor zwei Wochen war ein Mitgrund, dass es auf Maui so gut klappte.

„Das hat sicher den Unterschied ausgemacht. Ich war zwar sehr frustriert, weil ich das Rennen nicht beenden konnte, aber dadurch bin ich viel frischer zur XTERRA-WM gekommen.“

"Ich wusste kurz nicht, wer ich bin"

Frisch war auch Lance Armstrong, der zuletzt mit seinem fünften Platz bei den US-Titelkämpfen für Furore sorgte.

Und auch auf Maui hielt der siebenfache Gewinner der Tour de France gut mit. Weiss überholte ihn auf der Radstrecke nach 22,5 Kilometern, der „Lance-inator“ konnte nichts mehr entgegensetzen, meinte nach dem Rennen, dass er schon beim Schwimmen zu hart attackiert und da zu viel Pulver verschossen hatte.

1,5 km vor dem Ziel kam der Texaner schwer zu Sturz: „Mir ist das Vorderrad weggerutscht und ich bin voll auf den Kopf geknallt. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder bei mir war und wusste, wer ich bin“, so Armstrong, der das Rennen als 23. beendete.

Pleiten, Pech, WM-Gold

Bei den Damen gewann Lesley Paterson aus Schottland, die am Mountainbike einen Patschen hatte.

Mit der Wut im Bauch lief die Mitfavoritin, die auf der Laufstrecke noch zu Sturz kam, dann zum Sieg.

Für Melanie McQuaid platzte der Traum vom vierten Rekord-Sieg bei der XTERRA-WM rund 350 Meter vor dem Ziel. Die Finishline vor Augen kollabierte sie und musste vom Rettungsteam abtransportiert werden.

Silber bei den Damen ging an die Französin Marion Lorblanchet, Bronze holte sich die frühere tschechische Langläuferin Helena Erbenova.

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