Spirig siegt nach harter Trainingseinheit

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Die Schweizerin Nicola Spirig hat sich am Samstag mit ihrem Sieg in Kitzbühel bei der fünften Station der "ITU World-Championship Series" noch vehementer in den Kreis der ersten Medaillenanwärterinnen beim für 3. August angesetzten Olympia-Triathlon geschoben.

Die Eidgenossin hatte schon Ende Mai das WM-Rennen in Madrid für sich entschieden, in "Kitz" gewann sie zum zweiten Mal nach dem Weltcup-Event 2008.

Perterer in den Top-20

Nach 2:05:37 Stunden hatte sie infolge eines unwiderstehlichen Zielsprints drei Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Lisa Norden und sechs Sekunden auf die neuseeländische WM-Führende Andrea Hewitt.

Lisa Perterer als Österreichs einzige Teilnehmerin im olympischen Damen-Rennen belegte in dem Weltklasse-Feld mit einem Rückstand von 3:35 Minuten den 19. Platz.

Zufrieden trotz Verkühlung

Damit verpasste die 20-jährige Kärntnerin ihr bisher bestes Ergebnis auf der WM-Tour um vier Ränge (15. Hamburg 2011).

Die Wienerin Lydia Waldmüller markierte mit einem Rückstand von 6:15 als 28. ihr bestes WM-Abschneiden, war speziell mit ihren Leistungen im Wasser und auf dem Rad zufrieden.

"Ich war verkühlt, deshalb bin ich froh, dass es mir beim Laufen noch halbwegs gut gegangen ist", sagte die 26-jährige Wienerin.

Fauxpas mit Ständer

Zufrieden mit ihrem 19. Rang war auch Perterer, die im Vorfeld von einem Top-20-Ergebnis als Wunsch gesprochen hatte.

Nach dem Schwimmen war sie 29. gewesen und machte am Rad einige Platzierungen gut.

Doch beim Wechsel von der Rad- auf die Laufstrecke brachte die Villacherin das Rad in dem dafür vorgesehenen Ständer nicht wie vorgesehen unter, verlor dabei nicht nur wertvolle Sekunden, sondern auch 14 Plätze.

Mentales Loch

"Ich habe mich sehr geärgert. Es war dann mental schwierig, dieses Loch noch zu schließen", sagte Perterer. "Ein Dank an Lydia (Waldmüller Anm.), die mich sehr gezogen hat."

Als Erkenntnis aus dem Fehler beim Radwechsel nimmt sie jedenfalls mit, dass sie mental noch stärker werden muss.

"Als Olympia-Generalprobe bin ich mit dem Rennen in Kitzbühel zufrieden, weil ich mitten in der Vorbereitung stehe."

Respekt vom Coach

Positiv über Perterers Leistung äußerte sich auch ihre Trainerin Eva Dollinger, Olympia-Teilnehmerin 2008: "Respekt vor ihrer Leistung, denn sie hat das Rennen heute aus dem Training heraus für die Olympischen Spiele bestritten."

Zwei Wochen vor dem Großereignis wird Perterer beim Sprint-WM-Rennen in Hamburg ein letztes Mal vor den Spielen wettkampfmäßig ihre Form testen.

Ein Ass auf zwei Rädern

Als Schnellste nach 1,5 km Schwimmen war die US-Amerikanerin Sarah Groff aus dem Schwarzsee gestiegen, Spirig lag zu diesem Zeitpunkt mit sechs Sekunden Rückstand auf Platz sieben.

Doch auf der Radstrecke mit sechsmaliger Fahrt durch die Kitzbüheler Innenstadt spielte sie ihre große Stärke aus und führte bereits vor dem abschließenden 10-km-Lauf.

Davor noch trainiert

"Ich bin extrem zufrieden. Das zeigt, dass der Weg stimmt", sagte die 30-jährige Schweizerin im Ziel am Schwarzsee. Das Rennen in Kitzbühel war für Spirig eine echte Olympia-Generalprobe unter Extrem-Bedingungen.

In der Früh hatte sie noch eine harte Trainingseinheit absolviert. "Ich versuche, dieses Niveau bis London zu halten und eventuell auch noch schneller zu werden."

Die Co-Favoritenrolle für London lässt Spirig jedoch kalt: "Ich versuche, dort nur mein Bestes zu geben."

Test für Giglmayr

Zum Abschluss der Kitzbüheler ITU World-Championship Series gibt es am Sonntag (15 Uhr, live Servus TV) das Elite-Rennen der Herren.

Dabei startet der Brite Alistair Brownlee nach seiner Achillessehnenverletzung erstmals in dieser Saison in der WM-Tour und trifft u.a. auf den russischen WM-Führenden Alexander Bryuchankov.

Österreich ist durch Andreas Giglmayr, Lokalmatador Luis Knabl und Paul Reitmayr, Martin Bader und Lukas Hollaus vertreten. Lukas Gaggl muss krankheitsbedingt auf einen Start verzichten.

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