Vier Mal die Zehn: Silchenko setzt neue Maßstäbe

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Überragendes Solo für Artem Silchenko - der Russe bleibt auch beim zweiten Stopp der Red Bull Cliff Diving Series in Kopenhagen das Maß der Dinge.

Der 29-jährige eröffnete den Wettkampf und machte genau dort weiter, wo er mit dem Sieg in Frankreich aufgehört hatte.

Mit einer nahezu perfekten Ausführung seines “blind entry“ Sprunges konnte er sich in Dänemark die absolute Punktehöchstzahl für einen Einzelsprung ebenso wie seinen zweiten aufeinanderfolgenden Sieg sichern.

Vier Mal die Zehn

Am Samstagnachmittag erlebten 27.000 Zuschauer die Meisterklasse des Klippenspringens in einem spannenden Wettkampf von der 28-Meter-Plattform am Dach des Kopenhagener Opernhauses.

Niemals zuvor in einem World Series Wettkampf haben die Punktrichter viermal die Zehn für einen Sprung vergeben. Der Gesamtpunktewert von 522,40 ist ebenfalls neue Rekordhöhe.

"Es fühlt sich fantastisch an! Das war mit Sicherheit der beste Handstandsprung, den ich in meinem Leben gezeigt habe", so Silchenko.

Champion Gary Hunt hat sich selbst auf die zweite Position gehievt und Orlando Duque verlässt Dänemark als Dritter.

Schwierigkeitsgrad 6,1

Es war kurz nach drei Uhr an diesem wolkigen Nachmittag, als die herausragende Leistung eines Mannes der riesigen Menschenansammlung, die sich unterhalb, links und rechts und gegenüber der Oper scharte, die Sprache verschlug.

Artem Silchenko hatte sich gerade mit seinem Handstand mit zweieinhalb Salti und zweieinhalb Drehungen die Zehner der Wertungsrichter gesichert.

Der Sprung hat einen Schwierigkeitsgrad von 6,1 und ist mit seinem blinden Eintritt ins Wasser eines der schwierigsten und beeindruckendsten Manöver.

Rookie zeigt wieder auf

All das passierte in der dritten von vier Runden und die anderen Athleten zogen da bereits den Hut vor dem Mann, der derzeit “Meilen voraus” scheint, wie Orlando Duque, Dritter an diesem Tag und in der Gesamtwertung, es ausdrückte.

Der immer beständige Kolumbianer vervollständigte das Podium gemeinsam mit Gary Hunt aus England, der seinen „Triple Quad“ hernahm um in vier Runden vom siebten auf den zweiten Platz aufzuschließen.

Die Wertungsrichter haben während des zweiten Stopps der Red Bull Cliff Diving World Series noch einen weiteren Zehner vergeben: Rookie Jonathan Paredes aus Mexiko, jüngster Springer im Feld, bewies einmal mehr sein Talent und platzierte sich als Vierter – nur 1,9 Punkte hinter seinem großen Idol Orlando Duque.

In der Gesamtwertung liegt der 23-Jährige gemeinsam mit Blake Aldridge (180 Punkte) auf dem vierten Rang und bleibt in Kontakt mit dem Führungstrio – Duque (240 Punkte), Hunt (320 Punkte) und Silchenko (400 Punkte).

Weiter geht's auf den Azoren

Der Ausblick über das Wasser durch das königliche Amalienborg, von wo neugierige Blicke gesehen wurden, hat die Klippensprungelite genauso sehr beeindruckt wie die schwindelerregende Höhe von 28 Metern.

Diese hohe Bühne zu verlassen und nach drei Sekunden in ein Meer von 27.000 begeisterten Zuschauern zu tauchen, haben diesen allerersten Stopp auf dänischem Boden zu einem großen Erfolg werden lassen.

Nach zwei eher kühlen Stopps in Frankreich und Dänemark sind es nur sieben Tage bis zum nächsten Stopp auf den Azoren am 29. Juni 2013.

 

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