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Guschlbauer für Risiko nicht belohnt

Der Steirer Paul Guschlbauer hat die Red Bull X-Alps am Samstag auf Platz drei beendet.

Den Sieg beim härtesten Adventure Rennen der Welt holte sich nach 864 Kilometern (Luftlinie) per Fuß und mit dem Gleitschirm von Salzburg Stadt bis nach Monaco Christian Maurer.

Souveräner Sieger

Der Schweizer benötigte 11 Tage, 4 Stunden und 52 Minuten und erreichte bereits am Donnerstag um 16:22 Uhr das Ziel im Fürstentum.

Zu diesem Zeitpunkt hatte er mehr als 150 km Vorsprung auf den am Ende Zweitplatzierten Toma Coconea.

Laut Reglement enden die Red Bull X-48 Stunden nachdem der erste Athlet das Fürstentum erreicht hat.

Einzig der Rumäne landete mit seinem Fallschirm in der vorgegebenen Zeit am letzten Checkpoint.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Coconea und Guschlbauer duellierten sich lange um den zweiten Rang.

Beide hatten mit spektakulären Flügen auf bis zu 3500 m Höhe durch die südlichen Alpen weite Distanzen gut machen und sich bis knapp vor das Ziel bringen können.

Bei Tagesanbruch machte sich Coconea am Samstag bereits auf den Weg und legte die Strecke durch die verschlungenen Täler Richtung Monaco im Laufschritt zurück.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 10km/h machte er so wieder einmal seinem Spitznamen „Der rasende Rumäne“ alle Ehre.

Wettlauf gegen die Zeit

Guschlbauer wartete in der Zwischenzeit auf optimale Bedingungen. Er wusste, dass gutes Flugwetter vorausgesagt war und entschloss sich, vom selben Startplatz über Isola wegzufliegen, an dem zwei Tage vorher bereits Maurer in die Luft gegangen war.

Und plötzlich verwandelte sich der letzte Tag des Rennens in ein klassisches „Hase gegen Igel“-Rennen.

Coconea gelang es, sich gegen um 09.30 Uhr bereits nur noch 20 km vor dem Ziel zu befinden. Guschlbauer kam per Luftweg auf direkter Linie dem Ziel um einiges schneller nahe.

Nach einem Spießrutenlauf von 80km – was zwei kompletten Marathonläufen entspricht – erreichte Coconea etwa zwei Stunden vor Rennschluss den Startpunkt in Peille.

Scharen von Rumänischen Fans feuerten ihn an, als er mit seinem Gleitschirm durch ein Loch in der Wolkendecke abhob und nach Monaco hinunter segelte, um sich eine Stunde vor Rennende den zweiten Podiumsplatz zu holen.

Verspekuliert

Für Guschlbauer war das Rennen 10 km vor Monaco zu Ende. Seine Taktik war nicht aufgegangen. Trotzdem geht er als Drittplatzierter in die Geschichte der Red Bull X-Alps 2011 ein.

Hinter ihm konnte sich der Schweizer Martin Müller mit einem guten Flug Platz 4 sichern, während der britische Newcomer Jon Chambers auf Platz 5 landete.

Christian Amon musste bereits am zweiten Renntag verletzungsbedingt aufgeben.

Der Salzburger Helmut Eichholzer beendete das Rennen an der 13. Position. Eichholzer war bei Rennende noch 274 Kilometer vom Ziel entfernt.

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