Team-WM: ÖTTV hat viel vor

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ÖTTV peilt bei Team-WM Aufstieg an

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Die achttägigen Mannschafts-Weltmeisterschaften ab Sonntag in Dortmund liefern den ersten großen Tischtennis-Gradmesser im Olympia-Jahr.

Österreichs Teams spielen in der Championship Division und damit um die Medaillen mit, wirklich in die Nähe eines Podestplatzes wird aber bestenfalls die Herren-Truppe kommen.

Hier wird mit dem Achtelfinale gerechnet, auf das Viertelfinale gehofft, das Semifinale erträumt. Österreichs Damen spielen primär um den Klassenerhalt.

Perfekte Vorbereitung

Die Voraussetzungen für eine spielerisch gute WM haben die ÖTTV-Mannschaften seit Ende vergangener Woche gelegt. In der Schwechater Werner Schlager Academy (WSA) wurde mit den chinesischen Assen trainiert, eine bessere Vorbereitung gibt es nicht.

Dabei fiel auf, dass die China-Stars viel lockerer als bei früheren Trainingsgastspielen aufgetreten sind. Ein Grund für weniger Verbissenheit mag sein, dass sich das "Reich der Mitte" an der internationalen Spitze etwas mehr an Gesellschaft wünscht.

Daher soll die Konkurrenz aus Europa näher an das Top-Niveau herangeführt werden. Unter diesem Licht ist die künftige Kooperation der Shanghai-Universität und des chinesischen Verbandes (CTTA) mit der WSA und dem ÖTTV zu sehen.

Schlager angeschlagen

In der zweiten Jahreshälfte soll in diesem Konnex Spieler-Austausch, Trainer-Fortbildung, sportwissenschaftliche Projekte, gemeinsame Wettkämpfe und die Errichtung des europäischen Trainingscenters des CTTA in der WSA unterschrieben und somit fixiert werden.

Vom aktuellen Besuch der Chinesen hat Ex-Weltmeister Werner Schlager sportlich nicht besonders profitiert. Der 39-Jährige hat wegen einer Grippe kaum trainiert und wird für sein Team wohl auch in Gruppe C gegen Südkorea, Frankreich, Taiwan, Dänemark und Ungarn nicht viel zum Einsatz kommen.

Da der ebenso 39-jährige Chen Weixing immer wieder über Ellbogenprobleme klagt, wird es stark auf die in guter Form befindlichen Robert Gardos, Stefan Fegerl und Daniel Habesohn ankommen.

"Viertelfinale möglich"

Die Südkoreaner sind als Dritte der WM 2010 in Moskau Gruppenfavorit, um die beiden Aufstiegsplätze dahinter wird ein Vierkampf zwischen Frankreich, Taiwan, Dänemark und den Österreichern erwartet.

"Mit etwas Losglück sollte auch das Viertelfinale möglich sein", meinte ÖTTV-Sportdirektor Hans Friedinger. Nur die Sieger der vier Pools steigen direkt unter die letzten acht auf. Die Zweit- und Drittplatzierten spielen in einem Achtelfinale um die restlichen vier Plätze im Viertelfinale.

Das wird für Liu Jia und Co. unerreichbar bleiben. Immerhin ist die 30-Jährige im Gegensatz zu vor zwei Jahren aber wieder dabei. Im Training in der WSA hat sich viel um ihre acht Monate alte Tochter Anna gedreht, "Susi" selbst hat starke Form bekundet.

Damen um Klassenerhalt

Dazu kommt, dass Li Qiangbing wieder fit ist. Für sie als Österreichs Nummer zwei geht es im April bei der Kontinental-Ausscheidung in Luxemburg wie für Gardos und Amelie Solja  auch noch um ein Olympia-Ticket.

Solja ist noch nicht lange eingebürgert und damit auf WM-Ebene auch noch lange nicht für Österreich spielberechtigt, bei Olympia aber sehr wohl. Neben Liu und Li stehen in Pool D gegen Hongkong, Südkorea, Russland, Tschechien und Kroatien die in Deutschland spielende gebürtige Russin Elena Waggermayer und Sarah Kainz im Kader.

Ein Rang unter den Top 18 würde für die WM 2014 einen erneuten Platz in der Championship Division bringen. Titelverteidiger sind Chinas Herren und Singapurs Damen.

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