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Schlager n eigener Halle gegen die Weltelite

Die Austrian Open von Mittwoch bis Sonntag im Multiversum/WSA-Komplex bringen eine Ansammlung an Weltklasse-Tischtennis nach Schwechat.

Bei Herren wie Damen sieben Spieler aus den Top Ten bzw. 14 bzw. zwölf aus den Top 20 entsprechen WM-Niveau.

Für die Österreicher bleiben damit nur je zwei Plätze im Feld der 32 Gesetzten.

Werner Schlager und Chen Weixing sind als Nummer 17 und 19 regulär in diesem Kreis, Li Qiangbing und Amelie Solja als 31 und 32 nur wegen des Heim-Status.

Nur Boll fehlt

Im von der chinesischen Elite angeführten Feld sind auch Europas Top-Akteure fast vollständig vertreten, auch wenn dieses Pro-Tour-Turnier zwischen zwei Champions-League-Runden und zwei Wochen vor den Europameisterschaften in Polen in einer wettkampfreichen Saisonphase liegt.

Nur Europameister Timo Boll sagte kurzfristig ab.

Der Deutsche spielte zwar am Freitag in der Champions League und am Sonntag in der Bundesliga, legt nun aber eine Verschnaufpause ein.

Gardos angeschlagen

Nicht im Einzel tritt auch der frühere EM-Dritte Robert Gardos an. Der 32-Jährige klagte nach seinem Semifinal-Out beim Austrian-Top-12 am Montagabend in Wels über eine Bauchmuskelverletzung.

Seinen Startplatz im Doppel an der Seite von Daniel Habesohn lässt der Tiroler aber nicht sausen, hat das Duo doch noch Chancen auf die Qualifikation für das Pro-Tour-Finale.

Habesohn präsentierte sich beim Gewinn des nationalen Top 12 in glänzender Form, muss aber wie sein Finalgegner Stefan Fegerl in die Qualifikation.

Ein Auge auf die Konkurrenz werfen

Schlager ließ das Top 12 aus, mit umso mehr Spannung wird aber sein Abschneiden inmitten der Weltelite erwartet.

Seit seinem Comeback nach halbjähriger Pause hat er dieses Monat drei Matches in der Champions League bestritten, alle auswärts mit 3:0 gewonnen.

Den Event in der eigenen "Werner Schlager Academy" nutzt er nun auch zur "Spionage". "Ich werde mich orientieren, was an der Spitze Stand der Dinge ist und was sich im Wettkampf-Bereich verändert hat", sagte der 38-Jährige.

Ein Update

Dadurch, dass er lange nicht gegen die Weltbesten gespielt hat, möchte er auf diesem Niveau wieder auf "up to date" kommen. Neu sich entwickelte Service-Varianten könnten den Service-Spezialisten doch mehr beschäftigen.

"Meine Erkenntnisse werden einen Einfluss darauf haben, wie ich mein Training planen muss."

Weitere Pro-Tour-Auftritte hat der Familienvater für heuer nicht geplant, eventuell im ersten Halbjahr 2012. Das wäre dann auch Wettkampf-Training für Olympia 2012, sein London-Ticket hat Schlager schon.

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