Erfolgsorientierte Förderung: Ski-Verband ist Nr. 1

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Österreichs Ski-, Volleyball- und Wettkletterverband sind die großen Gewinner des am Donnerstag erstmals veröffentlichten Erfolgs-Rankings der Bundes-Sportfachverbände für die Fördervergabe 2015.

Die Rangliste, deren Top 25 ab 2015 in den Genuss von insgesamt 4 der 40 Millionen Euro für Leistungs- und Spitzensport kommen, untermauert den Anspruch, vom Gießkannen- zum Erfolgsprinzip überzugehen.

Hohes Gefälle

Als erstgereihter Verband hat der ÖSV damit Anspruch auf 429.300 Euro, Volleyball darf sich über 396.700 Euro, die Kletterer über 365.300 Euro freuen.

Auch die dahinter folgenden Verbände der Schwimmer (335.300) und Rodler (306.700) partizipieren mit jeweils über 300.000 Euro.

Der Fußballverband findet sich an sechster Stelle (279.300) wieder, noch vor Kanu (253.300), Segeln (228.700) und Bob/Skeleton (205.300). Verantwortlich für die Berechnung ist der Bundessportförderungsfonds (BSFF), der mit dem Bundessportfördergesetz 2013 ins Leben gerufen wurde.

Den Beachvolleyballern sei Dank

Volleyball-Verbandspräsident Peter Kleinmann durfte über "das hervorragende Abschneiden" jubeln, er führte das gute Ergebnis nicht zuletzt auf die Erfolge der Beach-Volleyballer zurück.

Nicht alle werden mit der Reihung freilich glücklich sein. So findet sich etwa der Handballbund (ÖHB), der in den vergangenen Jahren immer wieder bei Großereignissen vertreten war, nur an 36. Stelle und damit klar außerhalb der Top 25 wieder.

Förderung der Motivation

In die Wertung, die künftig jährlich vorgenommen wird, flossen Resultate der Jahre 2012 und 2013 bzw. bei den Wintersportarten der Saisonen 2012/13 und 2013/14 ein.

"In Anlehnung an internationale Konzepte wurden in Zusammenarbeit mit den Experten aus dem Beirat für Leistungs- und Spitzensport objektive und transparente Kriterien zur Erfolgsbewertung der Fachverbände entwickelt", hieß es in der Aussendung des BSFF.

Die erfolgsorientierte Vergabe "soll die Motivation fördern und die professionelle Arbeit für unsere SpitzensportlerInnen erhöhen", betonte die Vorsitzende der zuständigen Bundessportkonferenz, Astrid Stadler.

Komplexer Schlüssel

Neben Erfolgen in der Elite-Klasse (Gewichtung: 1) werden auch Erfolge in der Nachwuchs-Klasse (Gewichtung: 0,75) berücksichtigt.

Dabei werden Platzierungen in international anerkannten Weltranglisten, bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltcup-Gesamtwertungen, Junioren-Weltmeisterschaften, Junioren-Europameisterschaften sowie bei Youth Olympic Games einbezogen.

Zudem wird der Erfolg des Verbandes mit einem Faktor für die jeweilige Sportart gewichtet. Dieser Faktor wird durch 7 Einzel-Kriterien bestimmt, die die nationale und internationale Relevanz der Sportart abbilden.

Ranking der Verbände
1. Ski
2. Volleyball
3. Wettklettern
4. Schwimmen
5. Rodeln
6. Fußball
7. Kanu
8. Segeln
9. Bob und Skeleton
10. Judo
11. Tennis
12. Tischtennis
13. Leichtathletik
14. Rudern
15. Kick- und Thaiboxen
16. American Football
17. Radsport
18. Schützenbund
19. Eishockey
20. Golf
21. Wasserski und Wakeboard
22. Hockey
23. Eisschnelllauf
24. Eis- und Stocksport
25. Orientierungslauf
26. Triathlon
27. Faustball
28. Tanzsport
29. Bahnengolf
30. Ringsport
31. Billard
32. Frisbee
33. Moderner Fünfkampf
34. Rollsport
35. Skibob
36. Curling
37. Handball
38. Baseball/Softball
39. Schach
40. Badminton
41. Aero-Club
42. Sportkegeln und Bowling
43. Karate
44. Jiu Jitsu
45. Casting (Fischen)
46. Boxen
47. Gewichtheben
48. Squash
49. Tauchsport
50. Turnen
51. Pferdesport
52. Kraftdreikampf
53. Fechten
54. Eiskunstlaufen
55. Floorball
56. Rugby
57. Basketball, Taekwondo, Bogensport, Sportschützen Fachverband
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