Ein Land fiebert dem Prestige-Duell entgegen

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Es ist der Sporthöhepunkt des Jahres - zumindest in Neuseeland.

Ausgerechnet gegen den Erzrivalen Australien greift das Rugby-Nationalteam am Sonntag bei der Heim-WM nach dem Finaleinzug.

Die "All Blacks" sind am Sonntag in Auckland gegen die "Wallabies" klarer Favorit.

Auf die leichte Schulter wollen sie die Australier aber auch nach deren glücklichen Viertelfinal-Sieg gegen Titelverteidiger Südafrika (11:9) nicht nehmen.

Eine Premiere wird notwendig

Dazu geht es im Prestigeduell vor 60.000 enthusiastischen Zuschauern im Eden Park um viel zu viel.

Seit der ersten WM-Auflage 1987 waren die Neuseeländer nicht mehr Weltmeister, im eigenen Land soll die Krönung für das derzeit stärkste Rugby-Team der Welt erfolgen.

Dabei haben die "All Blacks" die Australier bei einem WM-Turnier noch nie geschlagen. "Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns", bestätigte Teamchef Graham Henry.

Saufgelage sorgt für Aufruhr

Vor dem Viertelfinale gegen Argentinien (33:10) war ein Trinkgelage mit Teamspieler Cory Jane öffentlich breitgetreten worden.

"Damit haben wir uns beschäftigt und es hinter uns gelassen", betonte Henry. Mittlerweile bestimmt die Fitness von Kapitän Richie McCaw die sportlichen Schlagzeilen.

Der 30-Jährige wird am Sonntag spielen. Mehr als der "Fuß der Nation" bewegt die Neuseeländer nur die Ölkatastrophe vor der Nordostküste.

Meister der Effizienz

"Der Druck liegt auf Neuseeland. Jeder erwartet den WM-Titel", erklärte der australische Teamspieler Rocky Elsom.

Seine Equipe gilt als Außenseiter, hat sie sich doch im Turnierverlauf bisher einige Blößen gegeben. Nach einer Niederlage in der Gruppenphase gegen Irland (6:15) sorgte auch das Viertelfinale gegen Südafrika für heftige Diskussionen.

Die "Wallabies" setzten sich trotz eklatanter Nachteile in puncto Feldposition und Ballbesitz durch.

Wales oder Frankreich

Seit 1986 haben die Australier nicht mehr im Eden Park gewonnen. "Das ist für uns kein Thema", versicherte Elsom. "Wir werden ihnen eine harte Zeit bescheren."

Im zweiten Halbfinale stehen einander bereits am Samstag Wales und Frankreich gegenüber, die ebenfalls schon ein bzw. zwei Spiele im Turnier verloren haben.

Sollten die Neuseeländer nicht den erwarteten Titel holen, wäre damit erstmals ein Team ohne "weißer Weste" Weltmeister.

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