"Schmerzen haben einen Sinn"

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Die Basis des sportlichen Erfolgs

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Doping und Medikamentenmissbrauch sind - neben Korruption und Wettbetrug - die größten Bedrohungen für das heutige Sportsystem.

Sport wird gerne als Abbild der Gesellschaft bezeichnet. Wenn die Medikalisierung des Alltages zunimmt, so ist es naheliegend, dass sich diese Entwicklung auch auf den Sport auswirkt und umgekehrt.

Die nationale Anti-Doping-Agentur kämpft mit der Kampagne "Saubere Zeiten" - alle Infos unter www.saubere-zeiten.at - für die Verbesserung des Sports.

Unterstützung erhält die NADA dabei von Experten und aktuellen sowie ehemaligen Sportgrößen.

Die folgenden Impulstexte und Meinungen sollen zum Nachdenken und Reflektieren anregen:

 

Franz Klammer / Olympiasieger

Sport und Bewegung in der Natur ist für mich das Größte. Ich kenne aber viele Menschen, die mit diversen Mittelchen versuchen, wieder fit zu werden. Mit aller Kraft wird versucht, den Körper zur Leistung zu treiben und die Hilfeschreie des Körpers zu dämpfen.

Aber Schmerzen haben einen Sinn, sie sind das Alarmsystem des Körpers. Auf die Risiken und Nebenwirkungen einer unsachgemäßen Einnahme von Arzneimitteln wird oftmals völlig vergessen.

Ich nehme mir ganz bewusst die Zeit, die mein Körper braucht um wieder gesund zu werden. Ich freue mich, dass ich durch eben diese Lebensführung und eine gesunde, vernünftige Ernährung körperlich sehr fit bin, obwohl ich viele Jahre im Hochleistungssport tätig gewesen bin. Unser eigener Körper verfügt über die besten Heilungsmethoden, wir müssen ihm nur die Chance geben, sie einzusetzen.

 

Franz Stocher / Radweltmeister 2003

Wer im Sport erfolgreich sein will, braucht in erster Linie ein intaktes und verlässliches Umfeld! In den eigenen vier Wänden muss alles passen, das Vertrauen zum Trainer muss 100%ig vorhanden sein und auch das weitere Umfeld...

...z.B. Masseur, Mechaniker, Serviceleuten, Physiotherapeuten, sportmedizinische Betreuung, materielle Unterstützung, soziale Absicherung usw. stellt die Grundlage für jegliche Erfolgsstory im Spitzensport dar!

Diese Faktoren habe ich Zeit meines Sportlerlebens als die Basis meiner Arbeit betrachtet. Erst wenn all diese Punkte erfüllt waren, konnte ich mit einer gewissen Zuversicht an die Dinge heran gehen und auch langfristige Strategien planen und an Siege bei so großen Rennen wie Weltcup oder Weltmeisterschaften realistisch glauben! Erst dann war es möglich, sich auf die eigentliche Arbeit voll und ganz konzentrieren zu können und sein Leistungsvolumen nicht nur bei den Rennen, sondern auch im Training voll ausschöpfen zu können.

Natürlich war es auch immer wichtig zu wissen, dass das komplette Umfeld und man selbst im Rahmen seiner Möglichkeiten 'am Puls der Zeit' arbeiten! Das heißt, dass sämtliche Möglichkeiten der aktiven und passiven Regeneration 'richtig' ausgeschöpft werden, man 'trainingstechnisch modern und inovativ' unterwegs ist und auch materialmäßig der Konkurrenz gegenüber zumindest nicht benachteiligt ist!

Auch wenn der eine oder andere Punkt wahrscheinlich nicht immer lückenlos gegeben war - alleine mit dem Glauben an eine 100%ig perfekte Vorbereitung am Start zu stehen, kann sprichwörtlich Berge versetzen! Das habe ich mir immer wieder selbst bewiesen!!

Obwohl ich niemals an das 'klassische Mentaltraining' geglaubt habe und deshalb auch nie ein solches beansprucht habe, so bin ich doch sicher, dass diese Denkensweise, aber vor allem auch die Visualisierung diverser Siege mit dazugehörigen kompletten Rennverläufen bis hin zu Siegerehrungen vor meinem geistigen Auge die für mich richtige und wichtige Form von 'Mentaltraining' war und oft das berühmte 'Tüpfelchen auf dem i' ausgemacht hat!

Die Wissenschaft lehrt uns, dass es heute noch viel mehr Punkte zu beachten gibt! Und wer wirklich alle Maßnahmen optimal umsetzen und ausschöpfen will, hat eine ganze Menge zu tun... dann braucht es mit Sicherheit keine verbotenen Mittel, um im Spitzensport auch auf höchster Ebene erfolgreich zu sein!!

 

Doris und Stefanie Schwaiger

Sport macht Spaß, hilft beim Stressabbau und ist in normalen Maßen äußerst gesund. Leider wird manches Mal der natürliche Bewegungsdrang so intensiv ausgelebt, dass einige glauben, sie müssen ihre Leistung über ihre natürlichen Grenzen hinaus steigern.

Dass darunter die Gesundheit leidet und die körperlichen Warnsignale ignoriert werden, wird meist erst im Nachhinein erkannt.

Durch Übertraining wird das Training als anstrengend und ermüdend empfunden, die Leistungsfähigkeit sinkt kontinuierlich, und das Immunsystem ist geschwächt. Zudem steigt die Verletzungsgefahr an Sehnen, Bändern und Gelenken. Auch die mentale Verfassung verschlechtert sich: Die Motivation sinkt, Konzentrationsstörungen und sogar Depressionen können auftreten.

Wir versuchen daher immer, auf unseren Körper zu hören und uns die Pausen und Regenerationsphasen zu nehmen, die wir brauchen.

 

Weitere Texte und Expertenmeinungen findest du hier.

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