Premierenerfolg im Weltcup für Corinna Kuhnle

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Lange hat Österreichs Paradekanutin Corinna Kuhnle auf ihren ersten Weltcuperfolg warten müssen.

Am Sonntag siegte die zweifache Ex-Weltmeisterin schließlich im Kajak-Einer des Wildwasser-Slaloms in La Seu d'Urgell.

Sie distanzierte die spanische Lokalmatadorin Maialen Chourraut mit einem fehlerfreien Lauf um 1,60 Sekunden. Dritte wurde deren Landsfrau Marta Martinez (+2,23).

Erfolgserlebnis vor der WM

"Ich bin sehr froh. Es ist eine Erleichterung, weil der letzte Sieg bei einem großen Rennen mit der WM 2011 doch schon länger zurücklag", meinte Kuhnle nach ihrem Erfolg.

"Heute hat einfach alles zusammengepasst. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, aber das Quäntchen Glück gehört auch immer dazu", sagte Kuhnle, die als Halbfinalvierte in den Endlauf gegangen war.

Die zweifache Ex-Weltmeisterin (2010, 2011) scheint damit vor der WM im September in London bereits in Hochform zu sein.

"Der Formaufbau ist so, dass ich im September bei der WM in Topform sein will. Aber wenn man vorher einen Weltcup gewinnt, nimmt man das natürlich gerne mit", erklärte Kuhnle.

Grundlagentraining nach dem Rückschlag

Dabei war speziell die erste Saisonhälfte nicht nach Plan verlaufen. Diverse Krankheiten und eine Verletzung hatten die 28-Jährige immer wieder zurückgeworfen, die EM nahe Leipzig war mit Platz 18 enttäuschend verlaufen.

"Ich habe dann zu Hause gut trainiert und viel Grundlagentraining gemacht", verriet Kuhnle. Dies wirkte sich offenbar positiv aus, beim Weltcup in Krakau sicherte sich Kuhnle mit Platz zwei - ihrer ersten Topplatzierung heuer - das Ticket für die Titelkämpfe in England.

"Das war eine Bestätigung, dass ich gut gearbeitet habe und brachte ein gutes Gefühl", gestand Kuhnle.

Auf der Olympia-Strecke von 2012 geht es für sie und Violetta Oblinger-Peters sowie Lisa Leitner um einen österreichischen Quotenplatz für Rio de Janeiro 2016. Dafür ist eine Platzierung unter den besten 15 Ländern notwendig.

Kuhnle bleibt vorsichtig

"Ich kann nach wie vor bei jedem Rennen in der Quali ausscheiden", sagte Kuhnle in Hinblick auf die WM. "Ich habe immer hohe Ziele, aber das Wichtigste ist, dass ich mit meiner Leistung zufrieden bin." Das war am Sonntag in Spanien definitiv der Fall.

"Ich bin über die Ziellinie gefahren und habe die Hände in die Höhe gestreckt, da habe ich noch gar nicht die Zeit gesehen. Aber ich war eben mit mir selbst zufrieden", erklärte Kuhnle.

Die zwei übrigen Österreicherinnen im Starterfeld hatten den Finaleinzug klar verpasst. Oblinger-Peters wurde 22., Leitner klassierte sich an der 24. Stelle.

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