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Rekord-Weltmeister Deutschland jubelt über 10. Titel

Das österreichische Faustball-Nationalteam der Herren hat die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Heim-WM verpasst.

Im Endspiel der 13. WM musste sich die ÖFBB-Auswahl am Samstagabend im Waldstadion Pasching Deutschland mit 2:4 (-7,9,-12,6,-7,-6) auch im sechsten WM-Final-Duell geschlagen geben, platzierte sich aber zum achten Mal in Folge in den Medaillenrängen.

Deutschland holte mit einem jungen Team den zehnten Titel.

Eine Nummer zu groß

Der insgesamt zweite WM-Titel war für die Gastgeber an diesem Abend außer Reichweite. Nach dem 1:3 in der Zwischenrunde verloren sie auch das Finale gegen Deutschland.

Die Mannschaft von Teamchef Winfried Kronsteiner machte zweimal einen Satzrückstand wett, doch den Entscheidungssatz erreichten Martin Weiß und Co. nicht mehr. Der erst 19-jährige deutsche Schlagmann Patrick Thomas führte sein Team zum ersten Titel seit 1995.

Seither hatten zweimal Brasilien, das diesmal den dritten Rang belegte, und zuletzt Österreich (in Deutschland) triumphiert.

"Haben uns nichts vorzuwerfen"

Martin Weiß, der mit 34 Jahren seine fünfte WM bestritt, erkannte die Überlegenheit des Erzrivalen an.

"Wir haben alles probiert, brauchen uns nichts vorzuwerfen. Die Deutschen waren besser, und wir werden ihnen ehrlich gratulieren", sagte der Oberösterreicher, dessen Bruder Dietmar Weiß schon nach dem ersten Ball wegen einer Bauchmuskelzerrung ausfiel.

Dadurch hätten Varianten im Angriffsspiel gefehlt, sagte Teamchef Kronsteiner.

"Aber heute hätten wir noch viele Varianten probieren müssen, was Deutschland gezaubert hat, war große Klasse."

Schlechter Start

Das Match begann mit einem 1:5-Rückstand denkbar schlecht für die Gastgeber.

Doch sie machten den ersten Satzrückstand ebenso wett wie den zweiten, wobei Martin Weiß und der gebürtige Brasilianer Jean Andrioli mit seinen Winkelschlägen brillierten.

Doch nach der zehnminütigen Pause zogen die Gäste von 2:2 auf 7:2 davon, gewannen 11:7 und stellten danach im sechsten Satz die Weichen bald Richtung Sieg.

"In Rausch gespielt"

"Unfassbar, wir haben uns in einen Rausch gespielt, das hätten wir uns vorher nicht erträumt," sagte Thomas, der mit seinen wuchtigen Schlägen die ÖFBB-Abwehr meist vor unlösbare Probleme stellte.

"Jeder von uns hat alles probiert", beteuerte Siegfried Simon, "es war sehr schwierig, in der Abwehr hat es leider nicht so geklappt, die Deutschen haben sehr stark gespielt."

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