Es geht um die ersten Olympia-Tickets

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Österreichs Topsegler streben bei der Weltmeisterschaft von Freitag bis 21. September vor Santander auch die Nationenqualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro an.

Die WM ist der erste Bewerb, bei dem es um Startplätze für das Großereignis in Brasilien geht.

Die rot-weiß-roten Asse kommen dementsprechend in absoluter Topverfassung an die spanische Atlantikküste.

Gute Aussichten

Lara Vadlau und Jolanta Ogar hatten bei der EM in Juli Gold in der 470er Klasse geholt und zählen erneut zum Favoritenkreis.

Auch den ersten Test für Rio im olympischen Segelrevier beendete das Duo zuletzt mit Platz drei auf dem Podest.

Die 470er-EM-Silbermedaillen-Gewinner Matthias Schmid und Florian Reichstädter waren in Brasilien trotz Grippe auf Platz elf gesegelt, David Bargehr und Lukas Mähr nach ihrem etwas enttäuschenden zwölften Platz bei der EM auf Rang sechs.

Weitere Anwärter

Nico Delle Karth und Niko Resch segelten bei der 49er-EM auf Rang fünf, in Rio erreichten die Olympia-Vierten von 2012 Platz sieben.

Thomas Zajac und Tanja Frank (Nacra17) belegten da wie dort Platz sieben und haben im Vorjahr die WM-Generalprobe vor Santander gewonnen, Laura Schöfegger und Elsa Lovrek schrammten in der 49erFX-Klasse beim Olympia-Test-Event vor Rio nur knapp am Medal Race vorbei.

Alle Genannten zählen damit in Spanien zu Anwärtern auf Rio-Tickets.

Das Medal Race steht im Vordergrund

Bei Olympischen Spielen ist aber nur ein Boot pro Nation und Klasse startberechtigt. Bei den 470er Damen, in der Nacra17-Klasse und bei den Skiffs (49er, FX) gibt es insgesamt 20 Olympia-Tickets, bei den 470er Herren 26.

In Santander wird bereits die Hälfte aller Nationenplätze vergeben, der Rest folgt in den Jahren 2015 und 2016.

"Wichtig ist, den ersten Schritt nach Rio zu schaffen. Die Nationenqualifikation steht damit im Vordergrund. Das Medal Race ist das erklärte Ziel, wenn wir am Ende um die Medaillen mitsegeln, umso besser", meinte Vadlau zur WM-Zielsetzung. Denn wer den Nationen-Cut im ersten Anlauf schafft, kann sich dann noch intensiver auf Rio vorbereiten.

Viel Erfahrung gesammelt

"Wir haben in vier Klassen seriöse Chancen, die Olympia-Nationenquote im ersten Anlauf zu schaffen. Aber es wird nicht einfach, die Konkurrenz ist beinhart. Wir haben in diesem Revier seit 2013 bis zu sieben Wochen trainiert und somit nichts dem Zufall überlassen, die letzten Ergebnisse stimmen uns sehr zuversichtlich, aber es wird alles andere als ein Spaziergang", erklärte OeSV-Sportdirektor Georg Fundak zur Ausgangslage.

Neben der Qualifikation für Olympia erfährt die WM eine weitere Aufwertung, denn wer unter die Top Ten segelt, ist für das Weltcup-Finale in Abu Dhabi gesetzt. Die restlichen Teams werden über die Weltrangliste und die Vergabe von Wildcards ermittelt.

Drei Bootsklassen als Ziel

Der OeSV ist bei der WM in insgesamt sieben Olympia-Klassen vertreten, in zumindest drei Bootsklassen soll laut Fundak die Quote bereits im ersten Versuch erfüllt werden.

Nicht vertreten ist Österreich bei der WM in der Finn-Klasse sowie bei den Surfern.

Die WM startet am Freitag mit den Qualifikationsläufen der Laser-Herren und Laser Radial Damen. Am Sonntag steigen die 470er-Segler in den Bewerb ein, die Nacra17 und Skiffs einen Tag später. Die Entscheidungen um die Medaillen fallen am 20. und 21. September.

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