Turbulentes Ende in Nizza - Hagara 6. in Extreme-Serie

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Auf Platz sechs haben Österreichs Segel-Doppelolympiasieger Roma Hagara und Hans Peter Steinacher den drittletzten Event der Extreme-Sailing-Serie 2011 beendet.

Steinacher war am heißen und trotz des erneuten Schwachwindes turbulenten Schlusstag vor Nizza wegen seiner am Vortag erlittenen Kopfverletzung nicht mehr unter der vierköpfigen Besatzung des österreichischen Katamarans, der nach zwei Renntagen noch geführt hatte.

Rabenschwarzer dritter Tag

Ein rabenschwarzer dritter Tag hatte den Rückfall eingeläutet. Am Samstag folgte der Unfall Steinachers, der über Bord gegangen war und sich dabei durch das Ruderblatt eine klaffende Kopfwunde und einen Krankenhaus-Aufenthalt eingehandelt hatte.

Mit Ersatzmann Matt Adams gab es im Finish kein Vorwärtskommen mehr. Zudem musste die internationale Crew von Red Bull Extreme Sailing am Ende durch zweifelhafte Ereignisse in der letzten, mit doppelten Punkten versehenen Wettfahrt sogar noch Platz fünf abgeben.

"Habe solche Kabel"

"Ich habe im Moment solche Kabel", machte Skipper Hagara am mit fast 30 Grad heißesten Oktober-Sonntag an der Cote d'Azur seit 80 Jahren aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis.

Die Jury war wegen der "Bootsknäuel" an den Wendebojen offensichtlich überfordert, verteilte Penaltys nach Gutdünken.

Umgekehrt hatte man eine Wettfahrt mit den Österreichern in Führung wegen angeblichen Windwechsels abgebrochen.

"Kann nicht zufrieden sein"

Am Donnerstag hatten die Österreicher vor Rothschild und Artemis noch geführt, nach fünf Segeltagen beendeten diese beiden Teams die siebente von neun Veranstaltungen auf den Positionen eins und zwei.

"Nach einem so starken Beginn kann man mit dem Ende natürlich nicht zufrieden sein", gab sich Hagara trotz seines Ärgers auch selbstkritisch. Der zum Zuschauen verurteilte Taktiker Steinacher litt am Ufer demensprechend mit. "Wenn die zweitwichtigste Person an Bord fehlt, kommt man auf diesem sportlichen Niveau eben ins Straucheln", meinte Hagara seufzend.

Der Gesamtsieg in Nizza ging an Groupe Edmond de Rothschild. Die Franzosen übernahmen mit dem zweiten Saisonsieg sowie 61 Zählern auch die Gesamtführung in der Serie, Extreme Sailing ist mit 49 Punkten Fünfter.

Die Serie geht nach Regatten im Oman, China, den USA und fünf in Europa Anfang Dezember in Singapur zu Ende.

Steinacher in Almeria wieder mit dabei

 Hans Peter Steinacher wird in zwei Wochen auf der nächsten Station in Almeria wieder mit dabei sein. Bis dahin sollen die Nähte aus der Kopfnaht entfernt sein.

Allerdings hat sich der Salzburger bei seinem Sturz durch ein um den Fuß gewickeltes Tau auch einen Venenquetschung zugezogen. Steinacher muss daher eine zweiwöchige Sportpause einlegen.

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