Keine Medaille bei der Segel-WM

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Österreich bleibt bei Segel-WM ohne Medaille, aber...

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...der Verband freut sich über eine schöne Bescherung in Down Under!

Der Burgenländer Andreas Geritzer landete nach einer Kollision und Rang neun im abschließenden Medal Race der Laser-Kategorie auf dem sechsten Platz im Endklassement.

Gastgeber holen zum 3. Mal WM-Gold

Das 49er-Duo Nico Delle Karth/Niko Resch beendete die Titelkämpfe an der australischen Westküste vor Fremantle an der siebenten Stelle. Die Titel gingen in beiden Klassen durch Tom Slingsby sowie Nathan Outteridge/Ian Jensen, die jeweils zum bereits dritten Mal Weltmeister wurden, an die australischen Gastgeber, die mit dreimal Gold die erfolgreichste Nation waren.

Drei OeSV-Boote bei Olympia

Trotz des fehlenden Edelmetalls kehrt das OeSV-Team mit reicher Beute in den heimischen Winter zurück: Mit drei Olympia-Quotenplätzen (470er-Herren, Laser, 49er) und zwei Top-Ten-Ergebnissen bewiesen Geritzer und Co., dass der Kurs im Hinblick auf die Sommerspiele im kommenden Sommer im Revier vor Weymouth (27. Juli bis 12. August) stimmt.

Geritzer: "Kollision war mein Fehler!"

"Der Start war super, ich war ausgezeichnet positioniert und hatte bis zu dem Crash meine Möglichkeiten. Die Kollision war absolut mein Fehler, ich hatte bei dem Ausweichmanöver einen Knoten in der Großschot und konnte nicht fieren. So etwas kann passieren, der Zeitpunkt hätte aber nicht blöder sein können. Unterm Strich war es aber eine sehr gute Woche, die Entwicklung stimmt mich zuversichtlich", erklärte Geritzer, der noch mit Chancen auf Silber in die Schlusswettfahrt gestartet war.

Delle Karth/Resch: Starkes Ausrufezeichen

Ähnlich positiv fiel auch das Resümee von 49er-Steuermann Delle Karth aus. "Wir sind nach meinem Seitenbandeinriss im Knie mit vielen offenen Fragen und einer bescheidenen Erwartungshaltung nach Australien gereist. Nachdem wir die Nationenqualifikation geschafft hatten, ist der Druck weggefallen und der Knoten geplatzt. Wir haben an Sicherheit gewonnen und in der Finalserie mit drei Wettfahrtssiegen ein starkes Ausrufezeichen gesetzt", betonte der Tiroler.

Sportdirektor Fundak zufrieden

Auch OeSV-Sportdirektor Georg Fundak freute sich über das WM-Abschneiden: "Die Nationenqualifikation stand im Vordergrund, diesbezüglich bin ich mit dem Erreichten sehr zufrieden. Die 470er-Herren haben ihre Hausaufgaben gemacht, sind aber etwas unter ihren Möglichkeiten geblieben. Delle Karth und Resch fehlen die Wasserstunden, sie haben aber auf alle Fälle überzeugt. Und Andreas Geritzer hatte einen starken Auftritt, ein technischer Fehler hat die Medaille gekostet, das ist bitter, kann aber passieren", sagte der Ungar.

Olympia beginnt nach Weihnachten

Für die Spitzensegler gibt es jetzt zum letzten Mal vor den Olympischen Spielen in London zwei Wochen Urlaub, danach beginnt bereits die Vorbereitung auf das Großereignis in England.

"Wir haben noch nicht ganz unsere Möglichkeiten ausgeschöpft, das gilt für das gesamte Team und dieser Umstand stimmt mich zuversichtlich für Olympia. Wir wissen um unsere Schwächen Bescheid, haben noch nichts gewonnen und sind absolut hungrig", weiß Fundak, wo im Training der Hebel angesetzt werden muss.

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