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Rogan im Semifinale, Nadarajah scheitert

Kurzbahn-Europarekordler Markus Rogan hat am Mittwoch bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai für den zweiten Semifinal-Einzug eines österreichischen Athleten gesorgt.

Der 29-Jährige wurde in den Vorläufen über 200 m Lagen in 1:59,22 Minuten Fünfter, um die Qualifikation für den für Donnerstagmittag (MESZ) angesetzten Endlauf geht es ab 13.24 Uhr MESZ.

Fabienne Nadarajah verpasste hingegen über 50 m Rücken in 29,29 Sekunden als 28. den Aufstieg in die Vorschlussrunde.

Jukic ließ aus

Rogan war im flottesten der sechs Heats, aus den anderen fünf war nur US-Ass Ryan Lochte schneller.

Dinko Jukic hatte wegen der Vorbereitung auf das Finale über 200 m Delfin auf ein Antreten verzichtet.

Zufrieden war sein Landsmann mit seiner Leistung aber nicht. "Das war ein bisschen zu gemütlich", sagte er. "Ich wollte locker schwimmen, aber das ist dann oft schwierig."

Sein neben ihm geschwommener Trainingspartner Thiago Pereira gab den Ton an, der Brasilianer markierte in 1:57,82 die klar beste Zeit.

Phelps spart "Körner"

"Das war flott. Aber auch die anderen können noch um einiges schneller", wagte Rogan einen Blick voraus auf das Semifinale.

Nicht ganz so glücklich war der Wiener darüber, im zweiten der Semifinali wieder neben Pereira zu sein - der auf Bahn vier, Rogan auf drei.

"Das wird schwierig", merkte Österreichs "Sportler des Jahres 2004" an. US-Star Michael Phelps begnügte sich mit einer minimal schlechteren Zeit als der Österreicher, schonte sich auch für den abendlichen Endlauf über 200 m Delfin.

Wieder nicht gereicht

Nadarajah fehlten 45/100 Sekunden auf das Weiterkommen, womit die 26-Jährige weiter auf ihr erstes Semifinale auf Langbahn-WM-Ebene seit ihrem sechsten Platz über 50 m Delfin Ende März 2007 in Melbourne warten muss.

Am Freitag bietet sich ihr eben im Delfinsprint noch eine weitere Chance. "Wie in Rom nicht im 'Semi' - das sind Dinge, die mich schon ärgern", erklärte die Wienerin.

"Ich weiß im Endeffekt, dass noch mehr da ist. Klar mache ich mir Gedanken, wie ich es besser machen kann."

Freundin statt Ehefrau

Die SVS-Aktive muss seit zweieinhalb Wochen ohne ihren Coach Robert Michlmayr auskommen, war mit ihm seither nur in Telefon- und E-Mail-Kontakt.

Zeljko Jukic hat sich daher zur WM-Betreuung Nadarajahs bereiterklärt. "Ich bin ihm sehr dankbar dafür", meinte Nadarajah.

"Er hat sich auch nie aufgedrängt, war aber da, wenn ich etwas wissen wollte. Das schätze ich an einem Trainer. Aber es fehlt doch irgendwie das gewohnte Feedback. Papa Jukic ist gewissermaßen wie die Freundin, Robert aber doch die Ehefrau."

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