Jukic im Semifinale, Podoprigora zieht Bilanz

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Die österreichischen Schwimmer bei den Langbahn-Europameisterschaften in Debrecen haben es in der Freitag-Vorlaufsession mehrheitlich defensiv angelegt.

Von den zwölf im Einsatz gewesenen OSV-Aktiven hat nur Dinko Jukic einen Aufstieg geschafft, das als Sechster über 100 m Delfin aber überzeugend.

Sebastian Stoss durfte als erster Ersatz für das Semifinale über 200 m Rücken noch hoffen. Zumindest von der Platzierung her war Nina Dittrich vorne mit dabei, sie wurde über 1.500 m Kraul Neunte.

Müdigkeit nimmt zu

Jukic erzielte in 52,73 Sekunden exakt seine Zeit von Rang drei beim Londoner Olympia-Testevent Anfang März, nahm nach Platz vier über 200 m Delfin auch hier das Finale in Angriff.

"Bei meinem dichten Programm hier geht es jeden Tag ein bisschen schwerer", erklärte der 23-Jährige. "Ich möchte mich aber so nah wie möglich an die 52,36 annähern."

Mit dieser oder einer Zeit darunter wäre er auch über die kürzere Delfin-Strecke fix im Olympia-Feld.

Dür ohne Worte

Bei Sebastian Stoss kann von den Spielen derzeit keine Rede sein.

Wie sein Trainingskollege Maxim Podoprigora über 200 m Brust blieb der 26-Jährige über 200 m Rücken klar über der geforderten Norm. In 2:02,30 (21.) fehlten knapp vier Sekunden.

"Bis zum Hunderter war es ganz gut", sagte der Wiener. "Aber mir fehlen die internationalen Wettkämpfe. Wir waren nur in Bratislava." Dominik Dür meinte nach 2:06,78 (40.): "Diese Leistung bedarf keiner Worte."

Nadarajah steigert sich

Den OSV-Dreikampf im Damen-Rückensprint entschied erwartet Fabienne Nadarajah für sich.

Ihre 29,59 Sekunden (20.) stufte sie zwar als die beste ihrer drei Leistungen bei diesen Titelkämpfen ein, richtig zufrieden war sie aber nicht. 24/100 fehlten der 26-Jährigen auf das Weiterkommen.

In den verbleibenden drei Limit-Wochen wird die Wienerin versuchen, sich weiter ans Olympia-Limit über 100 m Rücken anzunähern. Uschi Halbreiner blieb in persönlicher Bestzeit (30,09/30.) knapp vor Desiree Felner (30,13/32.).

Kein Geburtstags-Geschenk für sich selbst

Ein österreichisches Trio gab es auch über 100 m Delfin der Herren. Jukic am nächsten kam an seinem 27. Geburtstag Martin Spitzer.

Die 53,59 (23.) des Grazers reichten um 32/100 nicht für die Runde der letzten 16. Auch er wird im Juni versuchen, noch näher ans Olympia-Limit zu kommen.

Dann wäre die Chance größer, über die Einladungsliste des Weltverbands (FINA) den Sprung nach London zu schaffen. Bernhard Wolf war nach nur kurzer EM-Vorbereitung mit seinen 55,62 (47.) und seiner gesamten EM zufrieden.

Podoprigora zieht Bilanz

Pech hatte Hunor Mate bei seinen 28,88 (39.) über 50 m Brust. "Beim Absprung bin ich mit dem Knöchel umgekippt", erläuterte der 29-Jährige.

"Es hat während des Rennens sehr geschmerzt." Wichtig wird sein, ihn für die Lagen-Staffel am Sonntag fit zu bekommen. Maxim Podoprigora schlug in 29,59 (49.) an, zog danach so etwas wie ein Resümee seiner letzten richtigen Saison.

"Mein Traum war das Olympia-Finale. Das war mein Herzenswunsch. Für meine Seele musste ich es diese Saison daher noch einmal versuchen."

Kürzer treten

Der 34-Jährige arbeitet schon länger parallel in einer Wiener Kommunikationsagentur. "Die nächste Saison werde ich abtrainieren und eher nur noch national schwimmen. Wenn sich da noch eine Kurzbahn-EM ausgeht, okay."

Etwas anders und doch ähnlich ist es bei Nina Dittrich. Nachdem es seit dem Sommer 2010 trotz voller Konzentration aufs Schwimmen nicht gut geklappt hat, wird sie sich nun neben dem Schwimmen beruflich orientieren.

"Journalismus und Event-Management interessiert mich", sagte die 21-Jährige.

Gutes Finish

Dittrichs Verpassen des 1.500-m-Finales im Kraul-Marathon um nur einen Platz täuscht etwas, da nur zehn Aktive am Start waren. Sie bot nach den verpatzten 800 m aber immerhin ein tolles Finish, indem sie einen Rückstand von an die acht Sekunden auf eine Griechin auf den letzten 400 Metern auf 1,64 Sekunden reduzierte, so fast noch in den Endlauf gekommen wäre.

Über 200 m Kraul schließlich schlug Eva Chaves-Diaz in 2:04,81 (33.) an und meinte danach, mit einer zu niedrigen Frequenz geschwommen zu sein.

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