Delfin-"Blech" für Dinko Jukic

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Hauchdünn hat Dinko Jukic am Donnerstag den zweiten Medaillengewinn des österreichischen Teams bei den Langbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Debrecen verpasst.

Der 23-Jährige schwamm im Finale über 200 m Delfin in 1:56,53 Minuten als Viertplatzierter nur um 5/100 an Bronze vorbei.

Nur einen Rang schlechter klassierte sich die österreichische Damen-Kraulstaffel über 4 x 200 m Kraul. 8:09,13 bedeuteten aber das Verpassen des Olympia-Tickets. Birgit Koschischek wurde über 100 m Delfin Zehnte.

"Aus dem Training heraus"

Jukic hatte sich nichts vorzuwerfen. "Ein vierter Platz ist immer undankbar, aber ich kann gut damit leben. Ich habe wieder bewiesen, dass ich aus dem Training heraus in der europäischen Spitze schwimmen kann", sagte der Wiener.

Das gesamte Finale über befand er sich auf den Rängen drei oder vier, hat auf der letzten Länge noch vier Zehntel auf den schließlich drittplatzierten Griechen Ioannis Drymonakos gut gemacht.

Laszlo Cseh (1:54,95) und Bence Biczo (1:55,85) sorgten für einen ungarischen Doppelsieg.

Dichtes Programm

Mit seiner Renneinteilung war der Gewinner von neun internationalen Medaillen der allgemeinen Klasse zufrieden.

"Es hat einfach auf den ersten 100 Metern nur die Frische gefehlt, damit es nicht so viel Kraft kostet", erläuterte Jukic.

"Denn wenn ich da langsamer mit dem Feld mitschwimme, habe ich hinten hinaus noch mehr Kraft." Der Athlet des SC Austria Wien hat in den verbleibenden drei EM-Tagen mit den 100 m Delfin, der Kraul- und Lagenstaffel sowie den 400 m Lagen noch ein sehr dichtes Programm.

Eine Umstellung

Im Staffel-Finale wurden wie im Vorlauf Start-Schwimmerin Jördis Steinegger, Eva Zaiser und Schluss-Schwimmerin Uschi Halbreiner aufgestellt, auf Position drei kam Koschischek statt Eva Chaves-Diaz zum Zug.

Es reichte aber nur zu einer um 33/100 langsameren Zeit als am Vormittag, auch weil Koschischek rund eine Stunde davor ihr Delfin-Semifinale bestritten hatte.

Im Vergleich zum Vorlauf-Split von Chaves-Diaz war sie aber doch um 25/100 schneller.

Um einen Wimpernschlag

Die meiste Zeit des Rennens befand sich das OSV-Quartett auf Rang sieben, ehe Halbreiner noch das irische Team um 2/100 distanzierte und schließlich Spanien disqualifiziert wurde.

"Man darf nicht vergessen, dass wir keine Kraulspezialistin dabei haben", sagte Zaiser. In dieser Konstellation war dieses Quartett überhaupt noch nie zusammen geschwommen.

"Aber wenn man es nicht probiert, kann man nichts erreichen", fügte Koschischek an.

Der Speed komm allmählich

In ihrem Semifinale hatte sie eine große Finalchance ausgelassen. Ihre Bestzeit hätte zu Rang drei gereicht, 59,70 waren aber für den Finaleinzug um 21/100 zu langsam.

Zwar blieb Koschischek erneut über der Olympia-Norm von 58,70, doch hat sie eine gute Chance, für ihren OSV-Rekord von 58,80 über die FINA-Einladungsliste zu den Spielen zu kommen.

Zufrieden war sie aber dennoch nicht. "Der Speed fehlt mir ein bisschen, meine Frische ist von Tag zu Tag weniger geworden. Konditionell habe ich es drauf."

Ungarische Heimmacht

International war es vor dem Team von Ungarns Fußball-Meisters Debrecen ein Tag der Lokalmatadore.

Cseh, Boglarka Kapas (800m Kraul/8:26,49) sowie die Titelverteidiger Daniel Gyurta (200 m Brust/2:10,06) und Katinka Hosszu (200 m Lagen/2:10,84) holten für das Gastgeberland gleich vier Mal Gold.

Über 100 m Rücken siegte die Deutsche Jenny Mensing (1:00,08), die Staffel ging an Italien (7:52,90). Der Herren-Rückensprint brachte gleich drei Bronze-Gewinner, Gold holte sich der Israeli Jonatan Kopelev (24,73).

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