Bei Barcelona-WM 2003 blieb OSV-Medaillenwunsch unerfüllt

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Barcelona ist nach Perth (1991, 1998) und Rom (1994, 2009) die dritte Stadt mit nun zweifacher Ausrichtung von Langbahn-Schwimm-Weltmeisterschaften.

Das erste Mal war die Weltelite des Wassersports vor zehn Jahren für Titelkämpfe in der katalanischen Metropole vereint.

Für den österreichischen Verband fielen diese 10. Weltmeisterschaften in eine sportliche Blütezeit, der Medaillenwunsch erfüllte sich aber nicht.

Warten auf Langbahn-WM-Gold

Zwei Jahre davor in Fukuoka/Japan hatten Maxim Podoprigora über 200 m Brust und Markus Rogan über 200 m Rücken mit dem Gewinn jeweils von Silber bzw. den ersten WM-Medaillen für Österreich überhaupt für Historisches gesorgt.

Danach begann der kometenhafte Aufstieg von Mirna Jukic, die damals 17-Jährige kam als Europameisterin auf Kurz- und Langbahn sowie Österreichs "Sportlerin des Jahres" nach Barcelona.

Vom genannten Trio erhofften sich die Österreicher erneut Medaillen, wenn nicht sogar überhaupt das erste Langbahn-WM-Gold. Das gab es allerdings bis heute noch nicht.

In der spanischen Metropole sollte es schließlich vom 13. bis 27. Juli 2003 im insgesamt neunköpfigen österreichischen Team für keine Medaille reichen, was erst wieder acht Jahre später 2011 in Shanghai passiert ist.

Jede Menge Finaleinzüge

Dabei hatte es für Jukic und Rogan auf ihren Speziallagen Brust bzw. Rücken über die 100-m-Distanzen mit den Finalrängen sieben und fünf ganz gut angefangen.

Das brachte die beiden für die 200-m-Bewerbe in eine gute Position. Für Jukic wurde es in ihrer Paradedisziplin dann aber "nur" Rang fünf, Rogan verpasste sogar das Finale und wurde Elfter.

Podoprigora kam gerade noch in den Endlauf über 200 m Brust, belegte da Platz acht.

Rogan von Zyste "gebremst"

Bei diesen vier Finalplatzierungen des insgesamt neunköpfigen österreichischen Teams - Fabienne Nadarajah war als einzige jetzt noch Aktive schon dabei, wurde im Delfinsprint Zwölfte - blieb es.

Zwei Tage nach WM-Ende wurde bei Markus Rogan eine entzündete Eiter-Zyste hinter dem linken Ohr operativ entfernt.

Laut behandelndem Arzt hatte die einen negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des damals 21-Jährigen gehabt.

VÖS-Präsident erliegt Herzinfarkt

Der Schock der WM war der Tod des österreichischen Verbandspräsidenten Otmar Brix.

Der 59-jährige Politiker hatte in der Nacht zum vorletzten Wettkampftag auf seinem Hotelzimmer einen Herzinfarkt erlitten. Zu seinem Gedenken wurde zu Beginn der vorletzten WM-Finalsession eine Schweigeminute abgehalten.

Sein Nachfolger stand erst rund ein dreiviertel Jahr später mit dem 2012 nach Olympia zurückgetretenen Paul Schauer fest.

Durchbruch von Phelps

Aus internationaler Sicht brachte die Barcelona-WM den absoluten Durchbruch des mittlerweile nicht mehr aktiven Michael Phelps.

Der damals 18-jährige US-Amerikaner stellte den australischen Superstar Ian Thorpe mit fünf Weltrekorden in den Schatten und wurde mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen auch zum erfolgreichsten Athleten der Titelkämpfe.

Barcelona 2003 brachte zudem insgesamt 14 Schwimm-Weltrekorde.

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