Phelps feiert sein WM-Jubiläum

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US-Superstar Michael Phelps hat am Samstag sein 25. Gold bei Schwimm-Weltmeisterschaften bejubelt.

Der 26-Jährige gewann in Shanghai als erster Athlet den Titel über 100 m Delfin zum dritten Mal in Folge, womit er bei diesen Titelkämpfen bereits dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze geholt hat.

Am Sonntag tritt er noch mit der Staffel über 4 x 100 m Lagen an. Weitere US-Siege gab es durch Melissa Franklin über 200 m Rücken sowie in der Lagen-Staffel der Damen.

Mäßig in die Gänge gekommen

Phelps hat auf der Langbahn in Fukuoka 2001 einen, in Barcelona 2003 drei, in Montreal 2005 fünf in Melbourne 2007 sieben, in Rom 2009 fünf sowie bisher in Shanghai dreimal WM-Gold geholt.

Dazu kommt ein Kurzbahn-Titel von Indianapolis 2004. In 50,71 Sekunden setzte er sich auf der mittleren Delfinstrecke 44/100 vor dem Polen Konrad Czerniak und weitere 11/100 vor seinem Landsmann Tyler McGill durch.

Ganz zufrieden war Phelps aber nicht: "Ich muss auf den ersten 50 Metern schneller werden", sagte er.

"Missy - The Missile"

Franklin wiederum stieg endgültig zum "Shooting Star" dieser WM auf. Nach Silber und Bronze legte die erst 16-Jährige zunächst mit dem Titelgewinn über 200 m Rücken nach.

In 2:05,10 Minuten gelang ihr die drittbeste Marke aller Zeiten, die beste ohne Ganzkörperanzug. Nur 29/100 fehlten der Kurzbahn-Vizeweltmeisterin auf den Weltrekord.

"Das war mein bisher aufregendstes Rennen", meinte Franklin jubilierend. Silber gehört der Australierin Belinda Hocking, Bronze der Niederländerin Sharon van Rouwendaal.

Noch ein Streich

Als Schluss-Schwimmerin der US-Lagenstaffel schlug Franklin noch einmal zu.

Das gesamte Rennen über bewegten sich Natalie Coughlin, Rebecca Soni, Dana Vollmer und Franklin im Weltrekordbereich, letztlich fehlten in 3:52,36 17/100 auf die erste Damen-Weltbestmarke auf der Langbahn nach der Ganzkörperanzug-Ära.

China holte mit Silber seine einzige Medaille an diesem vorletzten Wettkampftag, Bronze ging an Australien. Sollte Soni im Brustsprint nicht Gold holen, wird Franklin zur erfolgreichsten WM-Athletin.

Alshammar bezwungen

In zwei weiteren Damen-Entscheidungen setzte sich einerseits über 50 m Delfin die 25-jährige Niederländerin Inge Dekker in 25,71 Sekunden 5/100 vor der 33-jährigen Schwedin Therese Alshammar durch.

Die 18-jährige Französin Melanie Henique verlor nur eine weitere Zehntel, gewann damit Bronze.

Über 800 m Kraul entschied die 22-jährige Rebecca Adlington das Duell mit der Dänin 23-jährigen Lotte Friis auf der letzten Länge für sich, 8:17,51 bedeuteten 69/100 Vorsprung. US-Ass Kate Ziegler wurde Dritte.

Nocheinmal Cielo

Schließlich schlug Cesar Cielo Filho nach dem Delfinsprint ein zweites Mal im Oriental Sports Center zu. Seine Titelverteidigung über 50 m Kraul stand nicht infrage, in 21,52 Sekunden lag er 38/100 vor dem Italiener Luca Dotto.

Der Franzose Alain Bernard rettete in 21,92 um 1/100 vor dem US-Amerikaner Nathan Adrian Bronze.

"Ich bin nach dieser Woche sehr erleichtert", erklärte Cielo, nachdem er infolge eines positiven Dopingtests nur verwarnt worden war. "Das zeigt, dass ich mental stärker und reifer geworden bin."

"Amis" gehört erneut die Spitze

Die Brasilianer liegen nach diesem Erfolg im Medaillenspiegel auf Rang drei, obwohl sie nur insgesamt drei Podestplätze haben. Nicht drei, sondern zwölf Titel haben indes die US-Amerikaner.

Damit ist ihnen die erfolgreiche Titelverteidigung nicht mehr zu nehmen.

Die mit vier Gold folgenden Chinesen könnten am Sonntag in der Theorie zwar maximal noch vier Ex-aequo-Siege ihrer Athleten feiern und so auch auf zwölfmal Gold kommen, aber selbst dann wären sie in der Anzahl der Silbermedaillen zurück.

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