OSV erstmals seit 2004 ohne Rogan oder Jukic

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Erstmals seit den Kurzbahn-Weltmeisterschaften im Oktober 2004 in Indianapolis sind ab Donnerstag bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Chartres weder Markus Rogan noch Dinko Jukic bei einem Schwimm-Großereignis dabei.

Danach gab es 21 Events mit zumindest einem aus dem österreichischen Top-Duo.

Ohne diese beiden hängen für Österreichs Aktive bei diesem viertägigen Event in Frankreich die Medaillen hoch.

Nadarajah war die Letzte

Das zeigt schon, dass sich nur zehn Aktive qualifiziert haben. Im Vorjahr in Stettin waren es 20 gewesen.

Fabienne Nadarajah war Österreichs bisher letzte Medaillengewinnerin mit einem anderen Namen als Rogan und Jukic, die Wienerin kam vor fünf Jahren im Rückensprint zu Kurzbahn-EM-Bronze.

Ganz ohne Podest-Chance ist das aktuelle Team aber nicht. Der Hoffnungsträger heißt primär Martin Spitzer.

Spitzer "spitzt" auf Medaille

Der Steirer war 2010 in Eindhoven als Delfinsprint-Fünfter um 8/100, 2011 in Szczecin als Vierter über 100 m Lagen um 12/100 an der Medaille dran.

Auf die Lagendistanz setzt er auch diesmal. "Es schaut gut aus", meinte der 27-Jährige.

"Mein erstes Ziel ist das Finale. Aber eigentlich möchte ich besser als im Vorjahr abschneiden. Eine Medaille ist das Traumziel und nicht außer Reichweite."

Brandl gehört zu Mitfavoriten

Mit Rang fünf über 400 m Lagen hat im vergangenen Dezember in Polen auch Jördis Steinegger ein Topergebnis eingefahren.

Ihr Trainer und Lebensgefährte Marco Wolf sähe bei der 29-Jährigen diesmal einen Finaleinzug aber schon als Erfolg.

"Das wäre ein Hit. Wichtig ist mir, dass sie mit Freude schwimmt."

Mehr traut der Coach David Brandl zu. Über 400 m Kraul war der Perger 2010 EM-Fünfter, Ähnliches ist wieder das Ziel.

Forsche Jugend

Wolfs dritter Schützling ist mit Lena Kreundl OSV-Debütantin. Sie ist Oberösterreicherin, im Volksschulalter aber mit ihrer Mutter nach Tirol ausgewandert.

Nun geht sie in Linz zur Schule und hat da nach nur zwei Monaten die EM-Qualifikation geschafft.

Die Hauptstrecke der 15-Jährigen sind die 100 m Kraul, da wie über 50 m Kraul ist sie in der Jugend-Europarangliste hinter der litauischen Olympiasiegerin Ruta Meilutyte Zweite.

Erster Einsatz für Lange

Die seit einem knappen Monat vom Deutschen Dirk Lange betreute Grazer Truppe besteht außer aus Spitzer aus Christian Scherübl und Uschi Halbreiner.

Der auch schon für die für 12. bis 16. Dezember angesetzte Istanbul-WM qualifizierte Scherübl hat mit dem Kraul-Triple aus 200, 400 und 1.500 m für dieselben Distanzen wie Brandl genannt.

Halbreiner versucht sich außer über 100 und 200 m Rücken über 100 m Lagen.

Drei Mal Südstadt

Dritte Gruppe im OSV-Team neben Linzern und Grazern ist die Südstadt-Truppe, bestehend aus Birgit Koschischek, Nadarajah und Jakub Maly.

Coach Adam Thoroczkay gab für das Trio als Ziel Top-10-Plätze aus. Nadarajah gewinnt für die Sprintstrecken zwar allmählich mehr an Spritzigkeit zurück, für einen Toprang wird es aber wohl kaum reichen.

Ziel von Maly ist es, sich im Vergleich zum starken Qualifying noch zu steigern.

Es geht auch um WM-Tickets

Zehnte im OSV-Team ist die zuletzt etwas von Schulterschmerzen geplagt gewesene Lisa Zaiser.

Ferdinand Kendi als Coach der 18-Jährigen bleibt daheim, Thoroczkay übernimmt die Betreuung. In Szczecin hat die Kärntnerin über Lagen wie Koschischek über Delfin die Ränge sieben und acht belegt.

Sie, Maly und Steinegger haben die WM-Norm auch schon fix. Die anderen begeben sich noch in Chartres auf Limitjagd.

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