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Auf Streifzug mit Mirna

Ni hao aus Shanghai,

zwar hat es auch über die 50 m Delphin zu keinem Semifinaleinzug gereicht, trotzdem bin ich mit dem 25. Platz nicht unzufrieden. Im Gegenteil: Über die Zeit von 27,27 Sekunden freue ich mich sogar, weil ich so schnell in der ganzen Saison noch nicht war.

Kritisch betrachtet hatte ich während des Laufs ähnliche Probleme wie über die 50 m Rücken. Mein Start war nicht gut und meine Züge waren zu kurz. Um ehrlich zu sein, hatte ich insgeheim aber trotzdem gehofft, unter 27 zu schwimmen. Das wäre auch notwendig gewesen, um ins Semifinale zu kommen.

Meine abhanden gekommene Stimme hat mich während des Rennens nicht behindert, weil ich keinerlei Schmerzen habe. Man hört mich halt kaum. Aber das ist beim Schwimmen ohnehin egal.

Damit sich das bald wieder ändert, habe ich den Nachmittag genützt und mir einen Schal gekauft. Ich habe mit Mirna (Jukic; Anm.) einen Streifzug durch die vielen Geschäfte Shanghais gemacht. In Sachen Kleidung ist das dort ein Paradies. Du kannst dir alles Mögliche schneidern lassen. Während ich es bei besagtem Schal belassen habe, haben sich ein paar unsere Burschen Anzüge für vergleichsweise wenig Geld machen lassen.

Da am Samstag kein Österreicher schwimmt, werden Mirna und ich einen Abstecher zum Wasserball machen. Ein Freund von mir spielt mit Spanien gegen die USA um Platz fünf. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, da wir Schwimmer die Wasserballer ohnehin nicht so oft sehen. Aber um Fehlinterpretationen vorzubeugen: Es ist nur EIN Freund.

Eure noch immer heisere Fabienne

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