Jukic-Papa trainiert Nadarajah

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Nach elf Jahren unter der Betreuung von Robert Michlmayr ist Fabienne Nadarajah zu Trainer Zeljko Jukic gewechselt.

Damit hat die 26-Jährige wieder einen Vollzeit-Coach, nachdem sich Michlmayr seit Juni 2009 nur neben seiner Tätigkeit als Sportdirektor des Österreichischen Triathlon-Verbandes (ÖTRV) um sie kümmern konnte.

Nadarajah ist damit auch von der Südstadt in das Wiener Stadionbad gewechselt.

Heimische Lösung

Schon länger hatte Nadarajah nach einer Trainingsalternative gesucht, auch im Ausland. Dass es eine heimische Lösung wurde, hat auch im zufriedenstellenden Coaching der Wienerin durch Jukic bei den Langbahn-Weltmeisterschaften im Juli in Shanghai ihren Grund.

"Wenn ich ins Ausland gegangen wäre, wäre es auch ein finanzieller Faktor gewesen", erklärte Nadarajah.

"Außerdem wäre ich für meine Sponsoren nur drei Wochen im Jahr im Land gewesen."

Verein-Wechsel inklusive

Nach ihrer Erholungspause im August wollte die Vize-Weltmeisterin im Kurzbahn-Delfinsprint 2006 zu Markus Rogans Trainingsgruppe nach Los Angeles fliegen, dachte aber noch einmal um.

Nun trainiert sie bereits die dritte Woche unter Jukic. "Papa Jukic war die beste Option, da habe ich eine gute Wahl getroffen", ist sie überzeugt.

Auch den Verein hat Nadarajah gewechselt, statt für SVS Schwimmen tritt sie nun für den Verein von ihrer Schwester Dominique gegründeten SC Nadarajah an.

Mehr Wettkämpfe

Ihre Vereinsfarben wird die vierfache Bronzemedaillen-Gewinnerin bei Kurzbahn-Europameisterschaften künftig recht oft vertreten.

"Ich werde viel mehr Wettkämpfe als bisher haben, das ist jetzt komplett anders."

Schon nächsten Mittwoch reist Nadarajah mit Trainer-Vater Zeljko und Kurzbahn-Europameister Dinko Jukic zum Weltcup-Auftakt in Dubai (7./8. Oktober), ab Ende Oktober geht es überhaupt im Wochen-Rhythmus bis zum Ströck-Qualifying in Wiener Neustadt.

Neues Umfeld

Bei diesem geht es vom 25. bis 27. November um die Qualifikation für die für 8. bis 11. Dezember angesetzten Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin.

Bis dahin soll Nadarajah nach Jukic-Vorstellung nicht nur auf den 50er-Strecken Leistung zeigen. Schon nächste Woche in Dubai wird sie über 100 m Rücken und 100 m Lagen antreten.

"Alles ist ein komplett neues Umfeld für mich", sagte die OSV-Athletin. "Bisher habe ich alleine trainiert, jetzt mit Dinko und Sandra (Anm. Swierczewska)."

Motivation von außen

Nadarajah schwimmt in etwa das Programm von Jukic, als Kurzdistanz-Spezialistin aber mit weniger Umfang als der 22-Jährige. Der sei im Training immer topmotiviert, was auch ihr helfe.

An die Zeit mit Michlmayr hat die Handelsschul-Absolventin nur gute Erinnerungen: "Ich bin im ewig dankbar für seinen Einsatz."

Der Coach selbst hätte sich gewünscht, dass Nadarajah schon früher einen Vollzeit-Trainer gefunden hätte. "Jetzt trainiert sie wieder auf professioneller Schiene. Da kann sie zeigen, was sie kann."

Einige Seitenwechsel

Neu orientiert haben sich auch weitere österreichische Top-Schwimmer. Sebastian Stoss löste sich von der Südstadt und Coach Walter Bär, trainiert nun mit Maxim Podoprigora auch im Stadthallenbad unter Andrzej Szarzynski.

Stoss und Podoprigora waren einst auch bei ASV Wien von dem Polen gecoacht worden. Da war auch Birgit Koschischek dabei.

Die arbeitet nun in der Südstadt gänzlich unter Adam Thoroczkay, nicht mehr mit Bär. Der leitet nun eine Nachwuchs-Truppe mit viel Potenzial.

Mate kehrt zurück

Während Stoss auch von seinem Bruder Kai betreut wird, nach eigenen Angaben mit viel Spaß und Engagement auf die Kurzbahn-EM hinarbeitet, kehrte Hunor Mate zu seinem Ex-Verein SC Theresianum zurück.

Bis zum Jahresende arbeitet der 28-jährige Brustlagen-Spezialist nach einem von der Australierin Sonja Porter geschriebenen Trainingsprogramm, reist 2012 mit Blickrichtung Olympia-Qualifikation für zwei Blöcke von je rund eineinhalb Monaten zur Australierin nach Alabama.

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