Da ist es eine Kunst nicht einzuschlafen

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Um eine Hundertstel-Sekunde noch den Sprung ins Finale über 50 m Delfin geschafft! Endlich war das Zeitglück einmal auf meiner Seite. Nur allzu oft bin ich in der Vergangenheit auf der anderen Seite gestanden. Darum bin ich sehr froh darüber.

Im anschließenden Endlauf habe ich leider die Wende nicht optimal getroffen. Dazu ist halt auch ein wenig Glück notwendig. Platz neun gibt mir Auftrieb.

Auch wenn so ein Finale nie zur Gewohnheit wird, ist die Routine zu früher doch deutlich spürbar. Spezielle Rituale, die ich vor so einem wichtigen Rennen abspule, habe ich allerdings nicht. Das handhabe ich je nach Gefühl.

Mit dem Anschlag im Finallauf begann für mich praktisch bereits die Vorbereitung auf die 50-m-Rücken am Samstag. Nach dem Abendessen ging es noch auf die Massage-Bank. Unser Masseur „Mike“ hat meine Muskeln in knapp einer Dreiviertel-Stunde auf Vordermann gebracht.  

Damit ich spritzig bleibe, durfte er aber nicht zu fest anpacken. „Mike“ hat sich deshalb mehr auf das Auslockern beschränkt. Besondere Aufmerksamkeit bekam aber mein Nacken, der wegen der engen Anzüge oft verspannt ist.

Einfach eine Wohltat.

Eine Kunst ist, nach der ganzen Anspannung und Anstrengung auf der Massage-Bank NICHT einzuschlafen. Irgendwie habe ich dann aber doch den Weg in mein Zimmer, das ich mit Birgit Koschischek teile, geschafft. Dort habe ich auch das letzte Ziel des Tags erreicht: mein Bett.

Gute Nacht!

Eure Fabienne

 

Fabienne Nadarajah geht bei den Kurzbahn-Europameisterschaften von 8. bis 11. Dezember in Stettin (POL) an den Start. Die 26-Jährige hat für 100 m Rücken (30.), 50 m Delfin (Freitag), 50 m Rücken (9.) und 50 m Freistil (Sonntag) gemeldet. Die Wienerin holte in ihrer Karriere bei Kurzbahn-Europameisterschaften bereits vier Bronze-Medaillen.

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