Hoffen auf das erste WM-Finale

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Zaiser hofft auf ihr erstes WM-Finale

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Bei der Berlin-EM im August ist Lisa Zaiser mit Bronze über 200 m Lagen in der Europa-Spitze angekommen.

Nun peilt die 20-Jährige den nächsten Schritt an. Zaiser hofft bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften ab Mittwoch in Doha auf ihr erstes WM-Finale.

Über 200 m Lagen und mit der 4-x-200-m-Kraulstaffel darf sie sich Chancen auf die Top acht ausrechnen, mit leichten Abstrichen auch über 100 m Lagen.

Das Umfeld optimiert

Zaiser war bei den Olympischen Spielen 2012 in London jüngste österreichische Teilnehmerin und hat mit Rang 19 für die beste Einzel-Platzierung des OSV-Teams nach dem Delfin-Vierten Dinko Jukic gesorgt.

Nach dem Matura-Jahr 2013 folgte der sportliche Umzug von Kärnten nach Linz, also von Coach Ferdinand Kendi zu Trainer Marco Wolf bzw. vom SV Spittal zum ASV Linz, seit heuer auch die volle Konzentration auf ihren Sport.

Die Uni muss noch warten, voraussichtlich bis nach Rio 2016. "Ich genieße seit Jänner das Leben wie ein Profisportler. Ich habe es jetzt hinbekommen, dass das Gesamtpaket passt", erklärte Zaiser.

Die Leistungskurve ging dadurch nach oben und erreichte bei den Kurzbahn-Meisterschaften am 22. November in Wien einen weiteren Höhepunkt, als Zaiser über 100 m Lagen in 59,93 als erste Österreicherin die Minuten-Marke knackte.

Schwere Voraussetzungen für Paradedisziplin

"Die Leistungen passen, ich bin sehr, sehr zuversichtlich", erklärte die 20-Jährige im Vorfeld der WM, schränkte hinsichtlich ihrer Paradedisziplin 200 m Lagen für diesen Samstag aber auch ein: "Ich habe es ein bisschen schwer, weil ich gleich (Anm.: im Vorlauf am Vormittag) in die Top acht muss. Das ist auf der Kurzbahn ziemlich knackig".

Über die 200-m-Strecken gibt es auf der Kurzbahn kein Semifinale der Top 16.

Über 100 m Lagen schraubt sie ihre Erwartungen gegenüber der längeren Distanz etwas zurück (Halbfinale), auch wenn ihre Wien-Zeit träumen lässt. Mit der Staffel sieht sie aber sogar ihre größte Finalchance.

Die Staffel als Chance

"Staffel schwimme ich total gerne und ich traue jeder zu, dass jede Bestzeit schwimmt und die zwei Minuten zu knacken sind", sagte Zaiser und rechnete vor:

Bei der jüngsten WM benötigte man für den Finaleinzug über 4 x 200 m Kraul eine Zeit von 7:53 Minuten, die gesammelten Zeiten des OSV-Quartetts summieren sich auf 7:50.

Diese Rechnung, so weiß aber auch sie, muss erst einmal aufgehen. Ein Erfolg wäre jedoch auch im Hinblick auf Olympia 2016 in Rio eine willkommene Bestätigung.

So richtig ernst wird es dafür bei den Langbahn-Weltmeisterschaften Anfang August 2015 in Kazan in Russland, wo ein Platz in den Top zwölf in den Staffeln einen fixen von insgesamt 16 Olympia-Quotenplätzen bringt.

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