"Vorläufe überleben" als WM-Ziel

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Kurzbahn-WM: Nullbilanz bei OSV-Team absehbar

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Wie bei Kurzbahn-Weltmeisterschaften gewohnt, stellt Österreichs Schwimmverband (OSV) von Mittwoch bis Sonntag in Istanbul ein relatives kleines Team.

Waren es 2002 in Moskau und 2010 in Dubai je sieben Aktive, 2004 in Indianapolis gar nur zwei und 2008 in Manchester fünf so sind nun in der Türkei wie 2006 in Shanghai vier Athleten genannt.

Hatte es aber vor sechs Jahren vier Medaillen gegeben, ist diesmal eine Nullbilanz abzusehen.

Ohne Rogan und Jukic

Wie vor gut zwei Wochen bei der Chartres-EM fehlen Markus Rogan und Dinko Jukic, obwohl Letzterer nach Aufhebung seiner Sperre durch eine Einstweilige Verfügung die WM-Nominierung noch erhofft hat.

Der 23-Jährige holte seine einzige WM-Medaille 2008, Rogan stand bei den vergangenen drei WM-Auflagen gleich sechsmal auf dem Podest.

In Manchester kürte er sich zu Österreichs bisher einzigem Schwimm-Weltmeister.

Elf Volaufstarts

Das OSV-Team vertreten in der Sinan Erdem Arena mit insgesamt elf Vorlaufstarts Fabienne Nadarajah, Birgit Koschischek, Jördis Steinegger und Jakub Maly.

Vier Aktive verzichteten trotz erbrachter Qualifikation auf die Reise an den Bosporus.

Denn Christian Scherübl, David Brandl, Uschi Halbreiner und Lisa Zaiser haben ihren Fokus schon auf das Training für die Langbahnsaison, Zaiser kuriert zudem eine Schulterblessur aus.

"Vorläufe überleben"

Genau eine solche hat Koschischek im Herbst in den Griff bekommen und wurde für ihren Einsatz zuletzt in Chartres mit EM-Rang fünf über 100 m Delfin belohnt.

In Istanbul ist die 25-Jährige auch noch über 100 m Lagen genannt. "Die Vorläufe zu 'überleben', ist vorerst einmal mein Ziel", sagte die 25-Jährige zur APA.

Bei einer Steigerung seit ihrem EM-Auftritt sollte sie in die Finalplatzvergabe eingreifen können.

Finalteilnahme wäre "fantastisch"

Trainer Adam Thoroczkay würde eine Semifinalteilnahme als erfreulich, eine in einem Endlauf als fantastisch ansehen.

Ähnlich sieht es bei Nadarajah aus. Die Sprintspezialistin konzentriert sich auf die 50-m-Distanzen über Rücken und Delfin.

"Wir hatten noch ein bisschen zu verbessern", berichtete Thoroczkay vom Training mit der 27-Jährigen. Eine realistische Ausbeute für Nadarajah ist, dass sie wie in Chartres zweimal ins Semifinale kommt.

Erfahrungen sammeln

Maly ist der dritte Südstadt-Athlet in der OSV-Equipe. Obwohl der 20-Jährige im Herbst wegen seines Grundwehrdienstes viel auf spezifische Trainingszeit verzichten musste, entschloss sich sein Trainer Walter Bär für eine Entsendung.

Im Vordergrund steht demnach, dass Maly gegen die Weltbesten weitere Erfahrungen sammelt.

Er tritt mit den EM-Rängen 14 und 10 als Empfehlung über 200 und 400 m Lagen an, zudem noch über 200 m Delfin.

"Es sieht ganz okay aus"

Auch für Steinegger ist es die erste Kurzbahn-WM-Teilnahme. Eine neue Erfahrung für die 29-Jährige ist auch, dass sie ohne ihren Trainer fährt.

Denn Marco Wolf bleibt beim Rest der Gruppe in Linz. "Es sieht ganz okay aus", sagte der Coach nach Tagen harten Trainings.

Steinegger macht am Mittwoch für den OSV den Anfang, und das über ihre bevorzugten 400 m Lagen. Um wie in Chartres ins Finale zu kommen (7.), ist eine klare Steigerung nötig.

Lochte Favorit

Aus internationaler Sicht trifft sich die Schwimm-Weltelite in dieser Woche erstmals seit den Olympischen Spielen in London.

Nach dem Rücktritt des aber ohnehin nur selten auf der Kurzbahn gesehenen Michael Phelps ist sein US-Landsmann Ryan Lochte in der Rolle des Superstars.

2010 in Dubai hat der nun 28-Jährige sechs Gold- und eine Silbermedaille geholt. Das starke deutsche Team wird von Weltrekordler Paul Biedermann angeführt.

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