World Series als Belohnung für Blaha

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Wasserspringer Constantin Blaha ist bei den Weltmeisterschaften in Barcelona in die Weltspitze vorgedrungen.

Außer ihm ist nur der Ukrainer Illja Kwascha in beide Brett-Finali eingezogen. Auch wenn vor allem die Chinesen nur jeweils in einem Bewerb antreten, viele andere Topleute haben dieses Ziel verpasst.

Als Bestätigung dafür darf der Wiener nun 2014 mit Einladungen zu den World Series rechnen.

Elitärer Kreis

Diese seit 2007 bestehende und jährlich sechs Bewerbe umfassende Serie versammelt in den olympischen Bewerben die Top-Athleten in einer exklusiven Wettkampf-Serie an Top-Destinationen, wie es etwa heuer Peking, Dubai oder Guadalajara waren. Bei jeder Konkurrenz sind acht Athleten dabei.

Blaha dürfte als 3-m-WM-Neunter daher vorerst erster Ersatz sein, wird aber wohl auf seine Einsätze kommen.

"Ich denke, dass ich zwei-, dreimal dabei sein werde", meinte Blaha. "Das ist die Krönung des Ganzen. Die Wettkämpfe haben höchstes Niveau mit besten Trainingsbedingungen."

Gerade bei den Verhältnissen in Wien hat dieser Aspekt für einen österreichischen Athleten einen besonderen Stellenwert. Ob und wie oft Blaha nun wieder in den USA trainieren wird, ist offen.

Die besten Acht knapp verpasst

Die World Series sind ein Prestige-Bewerb. Quasi in geschlossener Gesellschaft präsentieren sich die Top-Athleten mehrere Male pro Jahr.

"Die Punkte-Richter werden mehr auf dich aufmerksam", sprach Blaha einen wichtigen Aspekt an.

Dass er WM-Platz acht und damit eine bessere World-Series-Chance um weniger als vier Punkte verpasst hat, wurmte ihn etwas. "8 ist auch so eine magische Zahl."

Erfreuliche Konstanz

Blaha hat heuer nicht nur in den WM-Bewerben überzeugt, sondern über die gesamte Saison Qualität gezeigt.

Lediglich beim Grand Prix in Rostock verpasste er das Finale, und das um 0,05 Punkte.

Diese Konstanz freut nicht zuletzt Mark Bradshaw, sein Trainer an der Arizona State University verfolgte die WM-Leistungen seines Schützlings vor Ort mit. "Mark ist sehr stolz auf mich", wusste Blaha zu berichten.

Die Schwierigkeit nach oben schrauben

Um sich im Kreis der Besten zu halten, wird sich der 25-Jährige in der Schwierigkeit seiner Sprünge mit Blickrichtung Rio 2016 nach oben hanteln.

Seine aktuelle Serie umfasst Sprünge mit Werten 3.0 bis 3.4. Die drei 3-m-Medaillengewinner vom "Piscina Municipal de Montjuic" haben 3.8 bis 3.9 im Repertoire.

Die viereinhalb Vorwärtssalti mit Wert 3.8 hat Blaha im Auge, auch die dreieinhalb Auerbach mit 3.5.

Stete Weiterentwicklung

Nur das Hochschrauben der Schwierigkeit macht es aber nicht aus. "Es ist ein Abwägen des Risikos", erläuterte der OSV-Athlet.

"Die Sprünge müssen im Wettkampf auch funktionieren." Das erfordere etliche Wiederholungen und Arbeit.

"Auch braucht man sehr viel Feingefühl. Aber es geht immer noch mehr. Das diesmalige Programm vieler WM-Finalisten ist vor ein paar Jahren noch nicht vorstellbar gewesen."

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