Schrott: Mein Trainer und ich haben die Situation sehr genau analysiert. Wir haben in Südafrika neun Mal die Woche trainiert. Sehr intensiv und umfangreich. Dadurch war ich zu Beginn der Hallen-Saison müde. Das könnte ein Grund sein, warum ich bei den 8,20 Sekunden feststecke. Aber wir wissen beide nicht, warum der Sprung nicht kommt.

LAOLA1: Erkennst du zumindest im Training einen Aufwärtstrend?

Schrott: Ich merke, dass ich langsam aus der Müdigkeit rauskomme. Die körperlichen Voraussetzungen für schnellere Zeiten sind definitiv gegeben. Das macht mir Hoffnung, dass es noch besser geht. Aber ich kann mir und auch sonst niemand versprechen, dass es wieder den Sprung auf 7,96 Sekunden gibt.

LAOLA1: Du hast in Stellenbosch gemeinsam mit der WM-Dritten Tiffany Porter trainiert. Hat sie mit ähnlichen Problemen zu kämpfen?

Schrott: Ihr letztes Ergebnis waren, glaube ich, 8,07 Sekunden. Ihre Bestleistung steht bei 7,80 Sekunden, damit ist sie zweieinhalb Zehntel langsamer. Ich bewege mich auch in diesem Bereich, es sind also Parallelen zu erkennen.

LAOLA1: Welche Rolle spielt die Verletzung noch, die dich im Vorjahr beinahe die ganze Saison gekostet hat?

Schrott: Hin und wieder habe ich noch Probleme. In Karlsruhe zum Beispiel hat sich die Stelle hinten wieder ein bisschen gemeldet, ist um die Vernarbung herum die Muskulatur leicht verhärtet. Das läuft im Hinterkopf mit, soll aber keine Ausrede sein. Die Verletzung ist auskuriert, ich muss noch lernen, dass es in der Wettkampfsituation hält. Das ist eine neue Situation.

LAOLA1: Welche Learnings hast du aus dem veränderten Trainingsaufbau für die Zukunft gemacht?

Schrott: Es war eine komplett neue Erfahrung, die ich aber nicht bereue. Spätestens in der Freiluft-Saison werden sich die vielen guten Einheiten mit Tiffany positiv auswirken. Wenn ich im April auf Trainingslager nach Daytona Beach fliege, ist mein Trainer wieder mit dabei, damit wir besser regulieren können, wenn es zu viel wird.

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