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Diskuswerfer Gerhard Mayer verpasst WM-Finale

Gerhard Mayer kann bei der Leichtathletik-WM in Daegu (Südkorea) den Finaleinzug bei der WM 2009 nicht wiederholen.

Die bei großer Hitze geworfenen 61,47 Meter geben dem Niederösterreicher nach der Technik-Umstellung und der kurzen Vorbereitungszeit aber viel Hoffnung auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London.

Pole gewinnt die Qualifikation

Bester der Qualifikation ist der Pole Piotr Malachowski mit 65,48, der wie der deutsche Titelverteidiger Robert Harting (64,93) zu den Sieganwärtern beim Finale am Dienstag zählt.

Nach den 61,47 m im ersten Versuch und den verpatzten 55,33 riskiert Mayer im dritten alles - 59,60 m waren aber zu wenig, um aufzusteigen. Er belegt unter 32 angetretenen Athleten den 21. Endrang. Dies werten er und sein Trainer Gregor Högler als Erfolg, ist Mayer doch mit der geringsten Weite aller Teilnehmer in der Entry List aufgeschienen. "Er hat sich gut geschlagen. Es fehlen nur 91 Zentimeter, aber da liegen doch neun Leute dazwischen", erklärt Högler. Nur die Top-Zwölf qualifizieren sich für das Finale.

Weite passt, Platzierung nicht

"Es war anstrengend bei der Hitze und der drückenden Luftfeuchtigkeit, aber das habe ich so erwartet", sagt der 31-jährige Mayer, der mit der Weite sehr wohl, mit der Platzierung aber nicht ganz zufrieden ist.

"Im ersten Versuch hätte ich es machen können. Der Beginn der Drehung war zwar nicht so und ich war total überrascht, dass er so gut rausgeflogen ist." Sicherheit für die Zukunft gäbe ihm, dass er gleich "beim ersten Versuch dagewesen" sei.

Richtung für Olympia stimmt

Für London weiß das Duo nun, in welche Richtung es geht, für ein besseres WM-Ergebnis fehlte Zeit in der Vorbereitung zur Stabilisierung.

"Es war der beste Wettkampf von Gerhard heuer ohne Wind, da haben heute andere viel mehr abgebaut. Es gehen uns halt ein, zwei Monate ab. Aber du musst erst einmal als Leichtester 21. werden. Ich bin guter Hoffnung für London, die 90 Zentimeter werden wir auch noch trainieren", sagt Högler. Mayer, WM-Achter von 2009, hofft noch auf ein paar Meeting-Starts, da die Form passt.

Die vorgegebene hohe Qualifikationsweite von 65,50 Metern wurde von keinem Athleten erreicht, weshalb die zwölf Besten des Vorkampfes automatisch im Finale sind. 62,38 Meter reichten zum Weiterkommen.

35 Athleten über 63 Meter

"Es ist bei jedem Großereignis das Gleiche. Wenn du die Meldeliste siehst und es haben 35 Athleten über 63 m stehen, dann fragst du dich, wie man mit 62,5 weiterkommen kann. Und wieder war es so", merkte Högler an.

Auch Mayer hatte heuer bereits 63,35 geworfen, war damit an Ende der WM-Teilnehmerliste. Die Hoffnung, in Südkorea zu überraschen, erfüllte sich für ihn nicht. Erwischt hat es in der Qualifikation auch den Ungarn Zoltan Kövago, der mit 69,50 der Jahresweltbeste ist.

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