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"Jugend forscht" bei Hallen-EM

In Abwesenheit von Top-Hürdensprinterin Beate Schrott führt 1.500-m-Läufer Andreas Vojta das junge, fünfköpfige ÖLV-Team bei den Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Göteborg an.

Die Titelkämpfe beschreiten neue Wege, erstmals findet alles unter einem Dach statt, die Sportler könnten direkt vom Athleten-Hotel in die Scandinavium Arena gehen.

Die Form stimmt

Bei der EM der kurzen Wege einen großen Schritt nach vor machen will hingegen der 23-jährige Vojta, der die achtbeste Zeit des Teilnehmerfeldes zu Buche stehen hat und für den eine absolute Topplatzierung möglich ist.

Der Niederösterreicher stellte in Stockholm in 2:19,20 Minuten neuen ÖLV-Hallenrekord über 1.000 m auf, die Saisonbestzeit über 1.500 m steht bei 3:39,15.

„Als Erstes gilt es in Göteborg ins Finale zu kommen. Die EM ist klar das Highlight dieser Saison. Eine internationale Topleistung ist mein Ziel“, sagte Vojta, der sich auf der Unterdistanz gesteigert, aber die Ausdauer nicht vernachlässigt hat.

"Ins Finale zu kommen, muss ganz klar das Ziel sein, dann ist alles möglich", ist ÖSV-Sportdirektor Hannes Gruber überzeugt. "Über 1.500 m hatte er sehr stabile Läufe heuer, aber es war noch kein Rennen mit gleichmäßigem Tempo dabei."

Der Große macht den Anfang

Den Auftakt für Österreich macht am Donnerstagabend Lukas Weißhaidinger (21) in der Kugel-Qualifikation auf dem "Market Square“.

Er gibt sein Debüt bei einer internationalen Meisterschaft der allgemeinen Klasse. Seine Würfe in dieser Saison gingen konstant über 19,00 m, der weiteste auf 19,32.

„Ich werde bei meinem ersten Versuch volles Risiko nehmen, vielleicht gelingt mir etwas“, sagte der U20-Europameister 2011 im Diskuswurf.

Traditioneller Frühstarter

Weißhaidinger hat immer gleich in den ersten drei Versuchen die großen Weiten erzielt, das ist für die Qualifikation wichtig", weiß Gruber. "Aber für ihn wie für Franzmair gilt: jede Platzierung, die er gegenüber der Meldeliste gutmacht, ist ein Erfolg. Lukas ist 22. von 26 Athleten."

Der 18-jährige Nikolaus Franzmair ist der zweitjüngste ÖLV-Athlet in der Geschichte von Hallen-Europameisterschaften.

Die bei Indoor-Wettkämpfen sehr wichtige und ihm fehlende Routine macht das Antreten im 800-m-Lauf in Göteborg für ihn zu einem hervorragenden Unterfangen.

Mit 26 schon der Oldie

Andreas Rapatz ist mit 26 Jahren der Team-Oldie, die Saisonbestleistung von 1:47,87 ist noch ausbaufähig. „Die Vorleistungen waren nicht ganz so stark wie in anderen Saisonen. Aber Andi hat das Potenzial fürs Finale, er kennt viele taktische Varianten“, sagte Gruber. 2012 kam Rapatz bei der Hallen-WM auf den achten Platz.

Im Siebenkampf wird Rot-Weiß-Rot durch Dominik Distelberger (22) vertreten, er kam bei den Staatsmeisterschaften auf 5.847 Punkte, und beim Meeting in Tallinn auf 5.817.

„Die Schnelligkeit passt, auch die bei mir kritischen Disziplinen Kugelstoß und Hochsprung sind heuer gut gegangen. Wenn alle Bewerbe klappen, dann sollte ich meine Saisonbestleistung steigern können“, sagte Distelberger.

Bewerb
Lukas Weißhaidinger Kugelstoßen
Andreas Rapatz 800 m
Nikolaus Franzmair 800 m
Andreas Vojta 1.500 m
Dominik Distelberger Siebenkampf
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