Rapatz und Franzmair scheitern im EM-Vorlauf

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Andreas Rapatz und Nikolaus Franzmair haben am Freitag bei der Leichtathletik-Hallen-EM in Göteborg im 800-Meter-Lauf den Einzug ins Semifinale verpasst.

Der 26-jährige Rapatz lief zwar in 1:50,11 Minuten die achtschnellste Zeit, wurde in seinem schnellen Vorlauf aber nur Vierter.

Der 18-jährige Franzmaier belegte in seinem Lauf Rang fünf und schaffte die insgesamt 15.-schnellste Zeit (1:51,10).

Langes Hoffen

Die jeweils zwei besten jedes Laufes sowie die insgesamt zwei Schnellsten schafften den Aufstieg.

Rapatz hatte bis zum fünften und letzten Vorlauf noch den letzten Semifinalplatz inne, wurde dann aber noch vom Spanier Francisco Roldan verdrängt.

Zu früh an der Spitze

Der durch Probleme mit dem rechten Oberschenkel gehandicapte Hallen-WM-Achte von 2012 drückte in seinem Lauf kurz vor der letzten Runde aufs Tempo und übernahm kurzzeitig die Führung, musste allerdings im Finish alle Konkurrenten vorbeiziehen lassen.

"Ich bin nach 500 Meter an die Spitze gekommen, das war vielleicht 100 Meter zu früh. Am Schluss habe ich das Tempo nicht mehr halten können", sagte Rapatz.

Im Lauf habe es viel Gerangel gegeben. "Es war sehr schwierig." Den Vorlaufsieg sicherte sich der Brite Mukhtar Mohammed (1:49,43).

Von vorne gelaufen

Bei Franzmair war die Situation ähnlich. Der zweitjüngste ÖLV-Athlet in der Hallen-EM-Geschichte war gar von Beginn weg voran, musste aber genauso im Finish die Konkurrenz passen lassen.

"Normalerweise komme ich immer von hinten, jetzt habe ich es aber anders gemacht, da ich gewusst habe, dass eine schnelle Zeit reichen könnte", erklärte Franzmair. Als der Pole Adam Kszczot (1:48,69) und Co. einen Gang höher schalteten, war er aber machtlos.

"Ich bin noch nicht in der Lage zu reagieren, da müssen wir noch daran arbeiten. Ich habe jedenfalls von diesem Rennen viel gelernt", resümierte der ÖLV-Läufer.

Chambers scheitert im Vorlauf

Eine Überraschung gab es im 60-Meter-Rennen. Der frühere Doping-Sünder und Hallen-Weltmeister Dwain Chambers aus Großbritannien schied schon im Vorlauf aus.

Der 34-jährige Europarekordler lief in 6,78 Sekunden nur die 17.-schnellste Zeit.

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