Baby-Pause und Olympia-Plan

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Star und Glamour-Girl

Freilich bedeutete das die entscheidende Weichenstellung in ihrem Leben, denn als sie merkte, mit welchem Talent sie gesegnet ist, wollte sie ein Star werden.

Und hievte sich selbst als nun dreifache Weltmeisterin, zweifache Olympiasiegerin und Weltrekordlerin zur erfolgreichsten Stabhochspringerin aller Zeiten empor.

Als Glamour-Girl tanzte sie von Party zu Party, stilgerecht lebte sie einige Jahre in Monaco ("Der Himmel auf Erden), nichts Skandalöses kratzte an ihrem Image.

Als Subjekt der Begierde von Sponsoren und Medien und als Multimillionärin hatte sie alle Freiheiten der Welt.

Überzeugungsarbeit von Putin

Nur die Freiheit, den Sport Sport sein zu lassen, als sie es wollte, nahm sie sich nicht, obwohl ein eigenes Kind seit Jahren ein Herzenswunsch von ihr ist.

Sie gab, so berichten verschiedene Medien, dem Drängen von Präsident Wladimir Putin nach und trat zu den Weltmeisterschaften im eigenen Land an.

Als Aushängeschild, Publikumsliebling, Goldbringerin.

"Ich bin die Stabhochsprung-Queen"

"Ich bin die Stabhochsprung-Queen, das Publikum ist meines! Dieser Sieg ist der wertvollste in meiner Karriere", sagte die 31-Jährige also am Dienstagabend im Luschniki-Stadion.

"Ich habe gewonnen, weil ich daheim war. Ich wollte eine glänzende Spur hinterlassen. Ich möchte allen Fans danken - ihre Unterstützung hat es möglich gemacht."

"Es ist noch nicht das Ende"

Wären die Olympischen Spiele vergangenes Jahr nicht in London, sondern in Moskau gewesen, fügte sie an, dann wäre das Ergebnis anders ausgefallen.

Denn die Bronzemedaille bei den Sommerspielen 2012 war auch ihr viel zu wenig. "Ich bin wirklich stolz drauf, dass Yelena Isinbayeva gezeigt hat, dass sie zurück ist. Und es ist noch nicht zu Ende", sagte sie nun.

Längere Pause

Isinbayeva hat für diese Saison noch Starts bei den Diamond-League-Meetings in Stockholm und Zürich geplant, aber auch ein vorzeitiges Saisonende schließt sie nicht aus. Es wird jedenfalls eine Pause für längere Zeit werden.

"Ich werde versuchen, für Rio zurückzukommen. Entweder werdet ihr mich 2016 sehen, oder, wenn es schlecht läuft, werdet ihr von meinem Rücktritt hören."

Jetzt, wo er bekommen hat, was er wollte, wird ihr Putin diese Freiheit lassen.

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