Usain Bolt siegt glanzlos in New York

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Sprint-Superstar Usain Bolt ist knapp elf Wochen vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Peking von seiner Topform noch weit entfernt.

Dieses Fazit lässt sich nach seinem Auftritt beim Diamond-League-Meeting in New York ziehen. Am Samstag gewann der Jamaikaner zwar die 200 Meter, seine Siegerzeit von 20,29 Sekunden war jedoch enttäuschend.

"Ich nicht glücklich mit der Zeit, ich weiß nicht genau, was los ist", meinte Bolt. Der Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordhalter über diese Distanz hatte große Mühe, sich auf der Zielgeraden gegen den zweitplatzierten Zharnel Hughes (20,32 Sekunden) aus Anguilla zu behaupten.

"Ich fühle mich eigentlich gut"

Auf die bisherige Jahresweltbestleistung des US-Amerikaners Justin Gatlin (19,68) fehlten Bolt deutliche 61 hundertstel Sekunden. Bolt scheint weit davon entfernt, in nächster Zeit ähnliche Werte zu erreichen.

Auf der blauen Bahn, die ihn 2009 in Berlin zu den Weltrekordläufen in 9,58 und 19,19 Sekunden stimuliert hatte, waren lediglich Bolts Showeinlagen einmal mehr weltmeisterlich. Dabei schien der 28-Jährige den Lauf anfangs wie in alten Zeiten zu dominieren.

Der Start klappte, sein Kurvenlauf sah stark aus. Auf der Zielgerade fehlte ihm allerdings der Speed. Dennoch meinte Bolt nach dem Lauf: "Ich fühle mich eigentlich gut."

Jahresweltbestleistung für McCorory

Die Zeiten in den Sprints fielen aufgrund des starken Gegenwindes nicht berauschend aus. Bei Bolt betrug dieser 2,8 m/s. Wie beim Jamaikaner waren die 10,12 Sekunden von 100-m-Sieger Tyson Gay (1,7 m/s "Schub") allerdings nicht nur den äußeren Bedingungen geschuldet.

Der Amerikaner legte einen schlechten Start in die Bahn und fing Keston Bledman aus Trinidad und Tobago erst auf den letzten Metern ab.

Ein Lauf fürs Selbstvertrauen gelang dagegen David Rudisha. Kenias Weltrekordhalter über 800 m setzte sich bei seinem ersten nennenswerten Einsatz im Sommer 2015 in einem Sololauf in 1:43,58 Minuten durch.

Die einzige Jahresweltbestleistung des Meetings in New York ging bei herrlichem Sonnenschein auf das Konto der US-amerikanischen 400-m-Läuferin Francena McCorory. Die Hallen-Weltmeisterin blieb in 49,86 Sekunden als zweite Athletin in diesem Sommer nach ihrer Landsfrau Sanya Richards-Ross unter 50 Sekunden.

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