Merritt stiehlt Bolt die Show

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Merritt läuft Weltrekord, Bolt mit Sieg in den Urlaub

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Hürdensprinter Aries Merritt hat seine herausragende Saison mit einem Weltrekord gekrönt.

Der Olympiasieger aus den USA setzte im Finale der Diamond League in Brüssel nicht nur seine stolze Siegesserie in 12,80 Sekunden über 110 Meter Hürden fort.

Der Favorit blieb am Freitagabend gleich um sieben Hundertstel unter der alten Weltrekordzeit, die der Kubaner Dayron Robles am 12. Juni 2008 in Ostrava aufgestellt hatte.

Vor ausverkauftem Haus

Die 47.000 Zuschauer im ausverkauften König-Baudouin-Stadion feierten den 27-jährigen Merritt wie die Londoner bei dessen Olympiasieg. Beim Showdown der Superserie gab es im Hürdensprint den gleichen Einlauf wie im Finale der Olympischen Spiele:

Zweiter hinter Merritt wurde Weltmeister Jason Richardson aus den USA bereits deutlich abgeschlagen in 13,05 Sekunden vor dem Jamaikaner Hansle Parchment.

Mit Sieg in den Urlaub

Der sechsfache Sprint-Olympiasieger Usain Bolt hat sich mit einem 100-Meter-Sieg in 9,86 Sekunden in den Urlaub verabschiedet. Der 26-jährige Jamaikaner sicherte sich zugleich die 40.000 Dollar für den Gesamtsieg im Diamond Race.

Zweiter wurde Nesta Carter in 9,96 Sekunden vor dem dritten Jamaikaner Kemar Bailey Cole (9,97). Mit Landsmann Asafa Powell und dem US-Amerikaner Tyson Gay fehlten die größten Rivalen von Bolt um den 100-Meter-Gesamtsieg.

Fünftbeste Zeit über 200m

Zehn Minuten später setzte auch Bolts Freund Yohan Blake zum Abschluss der Saison noch ein Glanzlicht: Der 22-Jährige gewann über 200 Meter in 19,54 Sekunden - das war die fünftbeste je gelaufene Zeit über diese Strecke.

Vor einem Jahr hatte der Olympia-Zweite an gleicher Stelle mit 19,26 Sekunden für Furore gesorgt. Zweiter hinter Blake wurde dessen Landsmann Jason Young in 19,92 Sekunden vor dem Franzosen Christophe Lemaitre (20,17).

Auch Kipkemei Bett überzeugt

Für eine weitere herausragende Leistung sorgte der Kenianer Emmanuel Kipkemei Bett über 10.000 Meter mit der Jahresweltbestzeit von 26:51,16 Minuten.

In einem starken Finish mussten sich seine beiden Landsleute Vincent Kiprop Chepkok (26:51,68) und Kenneth Kiprop Kipkemoi (26:52,65) nur knapp geschlagen geben.

Spannung kam vor allem in jenen elf Disziplinen auf, in denen der Gesamtsieger noch nicht feststand. So sicherte sich der russische Weitspringer Alexander Menkov mit seinem vorletzten Versuch auf 8,29 Meter noch die Siegesprämie von 50.000 Dollar.

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