Bernadette Graf gewinnt WM-Generalprobe

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Ein Jahr bevor die Judo-WM in Astana stattfindet, haben die österreichischen Judo-Damen mit den örtlichen Verhältnissen mehr als nur Freundschaft geschlossen.

Bernadette Graf feiert bei der Generalprobe mit dem Gewinn des Grand Prix' ihren vierten Titel auf der World Tour.

lm Finale bis 70 kg lässt sie Esther Stam (GEO) ihre gefürchtete „linke Pranke“ spüren. Bis 63 kg wird Kathrin Unterwurzacher Dritte, Hilde Drexler Siebte.

Zwei Bestrafungen reichen ihr

Einen Tag nach dem zweiten Platz von Sabrina Filzmoser zieht auch Bernadette Graf in das Finale ein. Die Tirolerin schlägt in der Vorrunde der Klasse bis 70 kg nach einem Freilos Dinara Kudarova (KAZ), Megan Fletcher (GBR) und Nadia Merli (BRA).

Wie bereits bei der WM in Chelyabinsk spielt Graf ein vorzeitiges Aus ihrer deutschen Dauerrivalin Laura Vargas-Koch in die Hände. Und wie bei der WM kreuzt Graf mit der nach Georgien gewechselten Niederländerin Esther Stam die Klingen.

Diesmal allerdings nicht im Auftaktkampf, sondern im Finale. Die 22-Jährige agiert äußerst darin ausgebufft, lässt Stam durch ihren starken linken Griff schlecht aussehen.

Zwei daraus resultierende Shido-Bestrafungen genügen Graf, um ihr viertes Turnier auf der World Tour zu gewinnen. Damit wird sich die Heeressportlerin in der Weltrangliste von der elften Stelle aus tief in die Top-Ten schieben. Es winkt sogar der sechste Platz.

63erinnen duellieren sich mit Schweden

In der Klasse bis 63 kg entwickelt sich ein Länder-Duell Österreich-Schweden, welches die Nordländerinnen trotz des dritten Platzes von Kathrin Unterwurzacher letztlich mit 2:1 für sich entscheiden.

Nach einem Freilos sowie Siegen über Szabina Gercsak (HUN) und Mariana Silva (BRA) unterliegt die als Nummer zwei gesetzte Unterwurzacher im Halbfinale der Schwedin Anna Bernholm. Die 25. der Weltrangliste bahnt sich durch eine späte Yuko-Wertung (für linken Sotomakikomi) etwas überraschend den Weg ins Finale, in welchem sie sich jedoch der favorisierten Yarden Gerbi (ISR) klar geschlagen geben muss.

Die Innsbruckerin kann sich um Rang drei bei Bernholms Teamkollegin Mia Hermansson revanchieren, die sie mit zwei links eingedrehten Hüftwürfen souverän besiegt.

Davor wirft Hermansson aber noch Hilde Drexler aus dem Bewerb. Die Wienerin musste nach einem Freilos, einem Sieg über Marian Urdabayeva (KAZ) sowie einer Viertelfinal-Niederlage gegen Edwige Gwend (ITA) in die Trostrunde, wo eben gegen die Skandinavierin Endstation war, was den siebten Endrang bedeutet.

Am Sonntag geht aus österreichischer Sicht noch Daniel Allerstorfer, der über 100 kg gegen Burak Serbest (TUR) startet, auf die Matte.

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