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Drexler sorgt für bestes ÖJV-Ergebnis

Hilde Drexler sorgt am dritten Tag der Judo-WM in Paris für das bislang beste österreichische Ergebnis. Die Wienerin belegt in der Klasse bis 63 kg den siebten Rang, der wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikation bringt.

Nach drei Vorrundensiegen über Mariana Silva (BRA), Alice Schlesinger (ISR) und Kahina Saidi (ALG) muss sich die 27-Jährige im Viertelfinale Europameisterin Elisabeth Willeboordse (NED) geschlagen geben.

In der Trostrunde unterliegt sie der Kubanerin Maricet Espinosa (CUB). Ein Sieg und sie hätte um Bronze gekämpft.

Jähes Ende

Nach der guten Vorstellung in der Vorrunde folgt für die Heeressportlerin, die mit Rang sieben ihr bestes WM-Ergebnis einfährt eine kalte Dusche.

Denn bereits nach 22 Sekunden kommt Espinosa mit einem tiefen Schulterwurf durch, der sogleich zum Ippon führt. Das jähe Ende der zarten Medaillenträume Drexlers.

Zweimal gegen das Ellbogengelenk

Zu Turnierbeginn spielt Drexler ihre Stärke im Bodenkampf mehrfach aus. Sowohl Auftaktgegnerin Silva als auch Saidi im Achtelfinale müssen wegen eines Armhebels aufgeben.

Gegen Schlesinger, die sie in Istanbul um EM-Bronze erstmals geschlagen hat, brilliert die Germanistik-Studentin hingegen durch ihre Grifftaktik. Die robuste Israelin findet nicht zu ihrer Linie und kassiert infolge zwei Bestrafungen wegen Inaktivität. Den kleinstmöglichen Vorsprung von nur einem Yuko rettet Drexler über die Zeit.

Das Viertelfinale gegen die renommierte Willeboordse gestaltet Drexler zunächst offen, indem sie die Niederländerin kaum zur Entfaltung kommen lässt. Letztendlich wird die ÖJV-Kämpferin aber bei einem eigenen Angriff abgeschmiert.

Am Freitag ist mit Max Schirnhofer (bis 90 kg) der letzte von fünf Österreichern im Einsatz. Die WM dauert noch bis Sonntag.

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