Das waren unsere Highlights 2014

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Die Highlights 2014 der LAOLA1-Redaktion

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Das war das Jahr 2014!

Damit verbunden bleiben viele sportliche Erinnerungen, die unvergesslich bleiben. Uns geht es da freilich nicht anders!

Wir lassen das Jahr noch einmal ganz persönlich Revue passieren. Was war unser individuelles Highlight? Was werden wir nie vergessen?

Die LAOLA1-Redaktion und ihr persönlicher Rückblick auf 2014:

Gutes Spiel, kein Sieg! Auf ein Neues 2015

PETER RIETZLER (Chefredakteur)

Zwei Leider-Nein-Siege zählten neben Mario Matts Magic Moment bei Olympia, der WM in Brasilien, einiger großartiger Fußballspiele bzw. Siege der Salzburger (Bayern! Ajax!) und der Entwicklung der ÖFB-Truppe unter Marcel Koller zu meinen sportlichen Highlights 2014. Als passionierter Golfer verfolge ich seit Jahren Bernd Wiesbergers steinigen Weg Richtung Top 50 der Golf-Welt. Der Burgenländer verpasste Anfang Juni den schon sicher geglaubten Heimsieg bei der Lyoness Open in Atzenbrugg im Stechen. Zwei Monate später sorgte er bei der PGA Championship in Kentucky für Furore. Der 29-Jährige startete als Zweiter gemeinsam mit dem Weltranglisten-Ersten Rory McIlroy in die Schlussrunde des Major-Turniers. Selbstredend, dass ich mir den historischen Moment nicht entgehen lassen wollte und in einer lauen Sommernacht (10.8.) die Leiden des jungen W., sowie dessen Rückfall auf den 15. Endrang, Loch für Loch im LAOLA1-Golf-Live-Ticker begleiten musste.

Mein absolutes Highlight war aber auch 2014 euer Vertrauen in unser Portal, sowie der Einsatz, die Leidenschaft und der Teamspirit innerhalb der Redaktion. Mein "Team des Jahres" (siehe unten) wird dich auch 2015 umfassend von allen sportlichen Highlights informieren und mit Analysen, Berichten, Interviews, vielen Live-Tickern, Videos, Diashows und Grafiken die wichtigste Nebensache der Welt für dich zum Hauptprogramm gestalten.

26.000 bei GER-AUT - im American Football

PETER ALTMANN (stv. Chefredakteur)

Mein Aberglaube verbietet es mir, das Nationalteam-Jahr als mein Highlight anzuführen, wenngleich es in einem Jahrzehnt ÖFB-Berichterstattung natürlich das erfreulichste war. Diesbezüglich lesen wir uns hoffentlich hier an dieser Stelle in 365 Tagen wieder. Aber es gibt ja Alternativen auf Nationalteam-Ebene. Zumindest die Leser unseres NFL-Formats Touchdown Tuesday wissen ohnehin, dass ich ein Football-Nerd bin. Und diesbezüglich muss ich ganz einfach noch einmal an diesen wunderbaren Juni-Tag im Happel-Stadion zurückdenken. Okay, wunderbar war alles, nur nicht das Ende der Partie. Selten war ich nach einem Sportereignis so stinksauer wie nach dieser denkbar unglücklichen Niederlage Österreichs gegen Deutschland im EM-Finale. Aber nie, nie, nie hätte ich es vor 20 Jahren, als ich mich mit dem Eierlaberl-Virus infizierte, für möglich gehalten, dass hierzulande einmal 26.000 Fans zu einem Football-Match pilgern würden. Man durfte getrost von Gänsehaut-Stimmung sprechen. Und auch, wenn das Endspiel verloren wurde, muss diese wunderbare Sportart ob des dramatischen Spiels zwangsläufig neue Fans gewonnen haben. Auch irgendwie ein Sieg.


Oldie and Goldie: Olympiasieger Mario Matt

PHILIPP BACHTIK (stv. Chefredakteur)

Sorry Clemens (Doppler) und Alex (Horst), aber in einem Jahr mit Olympischen Winterspielen schafft es eine EM-Medaille doch nicht zu meinem persönlichen Highlight. Das ist in diesem Jahr klar Olympia – mit Konzentration auf den sportlichen Bereich. Und da vor allem der vorletzte Wettkampftag als erfolgreichster Olympia-Tag der rot-weiß-roten Geschichte. Für den krönenden Schlusspunkt sorgten die Slalomherren. Der Final-Durchgang war perfekte Werbung für den Skisport (ja, ich mag "interessante" Kurssetzungen à la Kostelic). Dass Gold am Ende nicht an Top-Favorit Marcel Hirscher, sondern an Oldie Mario Matt ging, freut mich als Jahrgangs-Kollegen. Auch, weil mich der Tiroler durch meine bisherige Zeit als Journalist begleitete.

 

Soriano erzielt gleich das Tor des Jahres

HARALD PRANTL (stv. Chefredakteur)

Vorneweg einen herzlichen Dank an den Kollegen Kastler. Wenn er, der in erster Linie für die Salzburg-Berichterstattung zuständig ist, sich nicht für einen längeren Aufenthalt in den USA entschieden hätte, wäre ich nicht an seiner Stelle im Februar in Amsterdam gelandet. Und hätte nicht vor Ort erlebt, wie Jonatan Soriano den Ball über das halbe Feld hinweg ins Tor schlenzt, wie die „Bullen“ vor allem in der ersten Spielhälfte Ajax in unglaublicher Art und Weise überrumpeln und wie die eigentlich meistens gute gelaunten Ajax-Fans in der Halbzeit durchs Stadion schleichen, als ob sie einen Geist gesehen hätten. Der 3:0-Sieg der Salzburger in Amsterdam war definitiv mein Highlight des Jahres 2014. Und weil der Kollege Kastler sich ja entschlossen hatte, erst im April wieder in Amt und Würden zu sein, durfte ich dann auch zum dritten Mal eine Meisterfeier der „Bullen“ live miterleben. Nachdem ich mich bei der Anreise mit Schnee konfrontiert sah. Weniger Highlight, vielmehr kurios, aber auch unvergesslich.

 

MARTIN WECHTL

Das ÖFB-Team hat mir 2014 – so wie wohl ganz Österreich - viel Freude bereitet. Es ist schon beeindruckend, wie die rot-weiß-rote Auswahl mittlerweile auftritt. Die Momentaufnahme, Tabellenführer in der EM-Quali-Gruppe-G zu sein, kommt nicht von ungefähr. Sieben Begegnungen blieb man im Kalenderjahr 2014 ungeschlagen, ehe es gegen Rekordweltmeister Brasilien im letzten Test des Jahres eine unglückliche Niederlage setzte. Dass gegen die Südamerikaner mehr drinnen gewesen wäre, zeigt eines ganz klar: WIR sind wieder wer im internationalen Fußball. Mit WIR ist auch das Publikum gemeint. Leute, das war in diesem Jahr ganz großes Kino. Obwohl ich schon zahlreiche Länderspiele mitverfolgen durfte, war die Atmosphäre im vollen Happel-Stadion heuer etwas ganz Besonderes, ein Wahnsinn. Ich hatte Gänsehaut als knapp 50.000 Menschen die Bundeshymne sangen. Mir lief es teilweise kalt den Rücken hinunter, wann immer die Mannschaft nach vorne gepeitscht oder der Gegner ausgepfiffen wurde. Es war daher nicht immer einfach, bei all den Emotionen während des Spiels, in die Tasten zu klopfen und über das Geschehen zu berichten. Egal, all diese Momente und das „Zuckerl“, Superstars wie Zlatan Ibrahimovic oder Neymar in der Mixed-Zone zu begegnen, waren absolute Highlights.

 

LAOLA1-Redakteur Karper in Madrid

ALEXANDER KARPER

WM 2014, das Jahr des ÖFB-Nationalteams und Reals „La Decima“ – nur drei Highlights eines außergewöhnlichen Sportjahres. Die WM zog mich so richtig in ihren Bann, auch wenn ich mir einen anderen Weltmeister gewünscht hatte. Ob „Beißer“ Luis Suarez, Deutschlands 7:1 gegen Brasilien oder die mitreißenden Auftritte der Außenseiter werden aber definitiv in Erinnerung bleiben. Aus rot-weiß-roter Sicht bleiben die mannschaftliche Geschlossenheit, die spielerische Weiterentwicklung, große Auftritte sowie die entfachte Euphorie hängen. Wer so wie ich zuletzt die Atmosphäre gegen Schweden, Montenegro oder Russland inhalierte, weiß, wovon ich spreche. Wir sind auf dem richtigen Weg, im kommenden Jahr soll dann darauf aufbauend der große Coup gelingen. Und dann war da noch das Herzschlagfinale in der Champions League. Viele hatten Real gegen Atletico schon abgeschrieben – ich nicht. Schon gar nicht nach der Gala gegen Bayern. Und Monate danach vor der Landesmeisterpokal-/CL-Vitrine im Bernabeu zu stehen, jagte selbst mir eine Gänsehaut über den Rücken.

 

LAOLA1-Redakteur Nister mit Landertinger

CHRISTOPH NISTER

Einmal bei Olympia dabei sein … ich erinnere mich nur zu gut an die Zeit zurück, als ich ein kleiner Bub war und diesen Traum hegte. Nicht oft wird ein solcher Wirklichkeit, umso mehr weiß ich es zu schätzen, dass dieser Wunsch in Erfüllung ging. Dabei gewesen zu sein, als Dominik Landertinger die Spiele aus ÖOC-Sicht mit Silber eröffnete, Daniela Iraschko-Stolz eine historische Medaille im Damen-Skispringen errang, die Kombinierer-Altmeister auf den letzten Drücker Bronze erkämpften, Julia Dujmovits erstmals für Snowboard-Gold sorgte oder Simon Eder nach so viel Pech in den Einzelwettkämpfen mit der Staffel doch noch das verdiente Edelmetall gewann – ich kann kaum in Worte fassen, was mir in jenen Momenten durch den Kopf ging. Ich bin unendlich dankbar, diese Chance erhalten zu haben, denn es war die beruflich beste Zeit meines Lebens.

 

Kastler mit Raffl, Grabner, Vanek + Manning

BERNHARD KASTLER

Apropos beruflich beste Zeit meines Lebens: Ich durfte von Anfang Jänner bis Anfang Februar in einer der tollsten Städte der Welt, New York City (I love you), verbringen und über US-Sport berichterstatten. Es waren in jeglicher Hinsicht wunderbare Tage, in denen ich Michael Grabner und Thomas Vanek mehrmals in meinem Lieblings-Betonklotz namens Nassau Coliseum bei den Islanders besuchte. Michael Raffl empfing mich zudem in Philadelphia, ich war Zeuge des ersten NHL-Spiels mit drei Österreichern auf dem Eis, das Raffl auch noch per Game-Winning-Goal zugunsten der Flyers entschied. Giroux, Tavares, Crosby, Devils, Knicks, Nets, zuvor Heat, LeBron, Dolphins, Jets in Miami, unzählige atemberaubende Highlights auf dem Weg zum ganz großen: Super Bowl XLVIII in East Rutherford, New Jersey. Die Legende Peyton Manning im Big Game und zuvor beim Media Day hautnah zu erleben sowie dieser Seattle-Defense live beim größten Einzelsportereignis der Welt bei der Arbeit zuzuschauen - es war einfach alles surreal genial. #NeverForget.

 

Redakteur Pühringer trägt Frauenkleider

REINHOLD PÜHRINGER

Egal ob der Rasen, das Parkett oder wie es im meinem Fall die Judo-Matte ist - einer WM-Austragungsstätte haftet immer eine ganz spezielle Aura an. So war es für mich etwas Einzigartiges, als ich im August auf die Matte der WM in Chelyabinsk durfte. Als Aktiver hatte ich es nämlich nie so weit gebracht. Zu bescheiden waren Talent und Biss. Obwohl ich aufgrund meiner Medienakkreditierung gar nicht auf die Matte gedurft hätte, habe ich mich getarnt im Kimono von Sabrina Filzmoser erfolgreich ins Innenfeld der Traktor-Arena geschmuggelt, um inmitten der sich für den Höhepunkt aufwärmenden Kapazunder selbst der eigenen Leidenschaft ein wenig nachzugehen. Ein erhebendes Gefühl, so zwischen Idolen wie Ilias Iliadis oder Teddy Riner, dessen Größe aus nächster Nähe dann sogar noch ein wenig beeindruckender ist. Natürlich hatte mir Filzmoser ihren Kimono nicht grundlos überlassen. Sie war nach ihrem Wettkampftag angeschlagen, konnte daher nicht als Aufwärmpartner für die Tags darauf startende Hilde Drexler herhalten. Eine willkommene Gelegenheit für einen Journalisten, noch etwas näher an das Geschehen zu rücken. Auch wenn ich das Angebot eines Kirgisen für einen Trainingskampf dann doch dankend abgelehnt habe...

Patrick Leitner beim Munic Mash in München

HENRIETTE WERNER

Neben den Olympischen Winterspielen in Sotschi sowie der WM in Brasilien gab es für mich persönlich heuer drei Highlights. Nummer eins: Der historische erste ÖSV-Damen-Sieg im Biathlon. Katharina Innerhofer überraschte mit ihrem sensationellen Erfolg im Sprint von Pokljuka. Nummer zwei: Die Österreich-Rundfahrt. Seitdem ich ein kleines Kind bin, träume ich davon, die Tour de France zu begleiten. 2014 durfte ich bei der Ö-Tour live dabei sein und bei extremen Wetterbedingungen den ersten britischen Sieg durch Pete Kennaugh, einen extrem starken Patrick Konrad sowie den ersten österreichischen Etappen-Sieg seit 2008 durch Marco Haller hautnah miterleben. Highlight Nummer drei: Das Munich Mash im Münchener Olympia-Park. Extremsport-Action wie bei den Red Bull X-Fighters oder den FMB World Tour-Mountainbikern live zu erleben, ist definitiv sehr beeindruckend.

 

Auf der Pressetribüne lässt es sich aushalten

CHRISTOPH KRISTANDL

4 Wochen in Brasilien, 9 WM-Spiele live im Stadion, vom Eröffnungsspiel bis zum Finale - die Eckdaten eines Sommers nach meinem Geschmack. Vom touristisch vernachlässigbaren Wirtschafts-Zentrum Sao Paulo, über das drückend schwüle und irgendwo im Nirgendwo des Amazonas-Gebiets liegende Manaus, an die Sandstrände der Ostküstenstadt Fortaleza. Zurück nach Sao Paulo und zum krönenden Abschluss nach Rio de Janeiro - Copacabana, der riesige Jesus, Maracana. Das klingt immer noch gut. Dass die Finalpaarung mit Argentinien gegen Deutschland aus pesönlicher Sicht Pest gegen Cholera glich, wird in der Retrospektive zwar ebenso bestmöglich ausgeblendet, wie die Tatsache, dass es unsere Lieblingsnachbarn waren, die da wenige Meter entfernt den WM-Pokal in die Höhe stemmten. Der Rest bleibt aber unvergesslich.

Rosberg triumphierte in Spielberg

ANDREAS TERLER

Wenn eine Ortschaft in der Steiermark, deren Höhepunkte im Jahreskreis aus dem Kinderfasching und dem Seniorenball bestehen, plötzlich von einer Blechlawine überrollt wird, dann wurde entweder eine Umleitung eingerichtet oder die Formel 1 ist wieder im Land. Glücklicherweise war Letzteres der Fall. Was das kleine Spielberg und die gesamte Region rund um den 22. Juni erlebte war wie ein Märchen. Unglaublich und zuckersüß. Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz machte es möglich und holte die Motorsport-Königsklasse zurück in unser kleines, schnitzelförmiges Land. Und ich durfte mich glücklich schätzen, erstmals bei einem Grand Prix vor Ort zu sein und darüber zu berichten. Als einem von knapp 500 akkreditierten Journalisten kam ich unter anderem in den Genuss, im Fahrerlager mit der russischen Zukunftshoffnung Daniil Kvyat ein paar Worte zu wechseln. In der traditionsschwangeren, steirischen Luft konnte es einem bei der Interpretation der Bundeshymne zwar übel werden, am Ende sprach Bernie Ecclestone dennoch – oder wahrscheinlich gerade deshalb - vom charmantesten Rennen des Jahres. Egal ob einem Lederhosen und Traktoren gefallen: Aufgrund seiner makellosen Organisation und der außergewöhnlichen Atmosphäre war der Grand Prix von Österreich zweifellos mein Erlebnis des Jahres.

Ein LAOLA1-Selfie darf anno 2014 nicht fehlen

MATTHIAS NEMETZ

Marcel Hirscher schrieb Geschichte. Als erst vierter Fahrer nach Gustav Thöni, Ingemar Stenmark und Phil Mahre konnte der Salzburger den Gesamtweltcup ein drittes Mal in Serie gewinnen. Nicht einmal Granden wie Hermann Maier, Marc Girardelli oder Pirmin Zurbriggen schafften dies. Und der 25-Jährige ist weiter nicht von der Spitze des alpinen Skisports zu verdrängen. In dieser Saison kämpft er darum, die große Kugel als erster Läufer der Geschichte zum vierten Mal in Folge einzuheimsen. Der Start in die Saison ist ihm dabei bestens gelungen. In Sölden deklassierte er die Konkurrenz und feierte den ersten heimischen Sölden-Sieg seit Hermann Maier 2005. Während ich damals als Jugendlicher vor dem TV mitfieberte, durfte ich das nun im Zielraum. Ein ganz spezielles Gefühl, Minuten nach dem Triumph mit Hirscher zu sprechen. „Beeilen wir uns, ich muss schon langsam Lulu“, scherzte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Dass Anna Fenninger in Sölden tags zuvor den ÖSV-Doppelsieg perfekt machte, war das Tüpfelchen auf dem i. Als ich ihren deutschen Manager nach dem Herren-Rennen im Shuttle fragte, ob man den Erfolg ausgiebig gefeiert habe, legte dieser seinen hochdeutschen Akzent ab und antwortete mit einem verschmitzten Lächeln: „A bissal…“ Einziger Wehrmutstropfen: Zu Fenningers Feier wurde ich nicht eingeladen. Schade eigentlich, sonst könnte ich an dieser Stelle vielleicht von einem ganz anderen Highlight erzählen.

 

Ein großer Tag für das Burgenland

DANIELA KULOVITS

Der 22. Februar 2014 war ein historischer Tag - aus mehrerlei Hinsicht. Julia Dujmovits holte bei den Olympischen Spielen in Sotschi die erste Snowboard-Gold-Medaille für Österreich in der Geschichte und kürte sich gleichzeitig zur ersten Olympia-Siegerin im Parallel-Slalom überhaupt. Zudem eroberte die Burgenländerin damit die allererste Medaille im Zeichen der fünf Ringe für unser gemeinsames Heimat-Bundesland. Auch die Art und Weise, wie dieser Erfolg zustande kam, war beeindruckend und an Spannung kaum zu überbieten. Nur wenige Tage nach dem Debakel im Riesentorlauf mit Platz 29 steigerte sich Dujmovits kontinuierlich und holte im finalen Lauf nach einem Fast-Ausfall noch einen Rückstand von 0,72 Sekunden auf ihre Deutsche Konkurrentin Anke Karstens auf. Damit ist Julia Dujmovits ein Eintrag in die Sport-Geschichtsbücher ebenso sicher wie Platz eins in meiner Liste der Highlights des Jahres 2014.

 

Esterházy mit einem Schnappschuss aus Cluj

MÁTÉ ESTERHÁZY

Aus Studiengründen verschlug es mich im ersten Halbjahr 2014 nach Rumänien. Genauer gesagt in Richtung Cluj. Die Stadt im Nordwesten beherbergt gleich zwei Erstliga-Klubs. CFR Cluj, bekannt aus den CL-Gruppenphasen 2008/09 und 2010/11, sowie Universitatea Cluj, auch „U“ genannt. Meine Sympathien waren schnell verteilt: Als Student fühlte ich mich „U“ verbunden, außerdem heuerte in der Winterpause 2013/14 ein gewisser Ronald Gercaliu bei den Schwarz-Weißen an. Es dauerte leider bis April, bis ich dem ehemaligen ÖFB-Team-Kicker auf die Beine schauen konnte, wurde aber nicht enttäuscht. Also spielerisch war das Heimspiel gegen Botosani (2:1) keine große Nummer, aber das 2008 erbaute Stadion ist trotz Laufbahn (für eine Mehrzweck-Arena gab es höhere Fördermittel) mehr als herzeigbar und die zugegeben mäßig ausgelastete Fankurve machte ordentlich Stimmung. Und Ronny Gercaliu? Der war einer der Besten und kannte als einziger der vier am Platz stehenden Außenverteidiger die gegnerische Spielhälfte nicht nur vom Hörensagen. Dafür erhielt der 28-Jährige mehrfach Szenen-Applaus, auch von einem österreichischen Austausch-Studenten.

 

Sergio Ramos setzte sich ein Denkmal

NIKI RISS

Fußball ist grausam und wunderschön - meist liegt beides nah beieinander. Nicht wenige Fans von Real Madrid rund um den Globus hatten die Hoffnung im Champions-League-Finale 2014 schon aufgegeben. Als sich die 22 Madrilenen am Platz zum Eckball in der 93. Minute versammelten, geisterten tausend Gedanken durch meinen Kopf. Muss man sich nach dem Meistertitel des stets unterlegenen Stadtrivalen Atletico nun auch in der Königsklasse beugen? War der Durchmarsch durch die K.o.-Phase mit dem Halbfinal-Highlight gegen die Bayern etwa umsonst? Lässt Atletico-Trainer Diego Simeone tatsächlich die Pfosten unbesetzt? Nein, nein. Und ja. Schlussendlich setzte sich der Spieler ein Denkmal, der wie kaum ein anderer den Geist der Blancos verkörpert.  Als der selbsternannte „Gladiator“ Sergio Ramos zum Ausgleich einnickte, brachen alle Dämme. Der Rest ist Geschichte: Statt der größten Schmach der Vereinsgeschichte stand am Ende die langersehnte Decima  - und mein Sporthighlight des Jahres.

Mauern fallen, Erinnerungen bleiben stehen

JOHANNES BAUER

Abschiede sind immer von Wehmut geprägt. Trotzdem wird sich jener vom Gerhard-Hanappi-Stadion als positive Erinnerung an das vergangene Sportjahr in mein Gedächtnis brennen. Denn ich habe das Wochenende rund um das letzte Spiel gegen Celtic ausgenutzt, um den lange fälligen Besuch im „Rapideum“ zu absolvieren, mich noch einmal mit der Geschichte des SK Rapid auseinanderzusetzen und einen Rundgang durch die Katakomben jener Spielstätte zu machen, an der ich als Kind meine ersten „richtigen“ Fußballspiele besuchte - es sollten viele denkwürdige folgen. Dabei wurde auch so richtig klar, warum der Abriss ein notwendiges Übel war. Als nach einer emotionalen Inszenierung für immer die Lichter ausgingen, überwog zwar der Wehmut, doch der Blick nach vorn lässt viel erhoffen. So bleibt eine Weisheit stehen, die man sich auch für das neue Jahr in Erinnerung rufen kann: Oft muss etwas Gutes weichen, um etwas noch Besserem Platz zu machen. Und ab 2016 werden im Allianz Stadion hoffentlich neue Highlights geschaffen.

 

Der Ryder Cup sorgte für große Begeisterung

PHILIPP SEELMANN

Wenn die Atmosphäre auf einem Golfplatz einem Fußballstadion gleichkommt, dann ist Ryder-Cup-Zeit. Der Sieg der Europäer beim traditionellen Kontinentalduell mit den USA Ende September war mein persönliches Highlight 2014. Die zwölf europäischen Golfer rund um den Weltranglistenersten Rory McIlroy dominierten das im schottischen Gleneagles ausgetragene Prestigeduell und feierten einen ungefährdeten 16,5:11,5-Erfolg. Im Mutterland des Golfsports spielten die Europäer vor allem ihre Stärke in den Vierern aus und ebneten damit den Weg zum dritten Triumph in Folge. Einige geniale Schläge sind mir in Erinnerung geblieben. Etwa Martin Kaymers eingelochter Chip auf der 16 um den US-Longhitter Bubba Watson zu schlagen oder aber der entscheidende Annäherungsschlag des Ryder-Cup-Debütanten Jamie Donaldson. Der Waliser legte aus 133 Metern den Ball wenige Zentimeter neben den Stock und machte somit den Sieg perfekt. Der folgende Jubel der Spieler sowie der zehntausenden Fans war einfach genial mit anzusehen. Leider dauert es jetzt fast zwei Jahre bis die amerikanischen und europäischen Topgolfer wieder die Schläger kreuzen.

Alles Wurst!

JAKOB FABER

„Warum ist hier ein Bild von Conchita Wurst?“, werden sich die meisten LeserInnen dieser Zeilen jetzt wohl denken. Ganz einfach: Die Song-Contest-Queen sorgte indirekt für mein persönliches Sport-Highlight des Jahres. Anlässlich ihres Triumphs rief Kollege Kristandl im Saloon-Rätsel zur großen Wurst-Show auf: Der Preis sollte diesmal an denjenigen gehen, der uns die meisten Fußball-Vereine mit Wurst-Bezug nennen würde. Was dann folgte, übertraf all unsere Erwartungen. Clemens und Patrick schickten uns insgesamt über 20 Seiten voll Wurst. Von Bratwurstfabrikant Uli Hoeneß über Freiburg-Spieler Marco Vincenzo Raimondo-Metzger bis zum Lekan-Salami-Stadion war alles dabei. Danke an die beiden User für dieses wursttastische Lesevergnügen!

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