Die Kehrseite der Medaille

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Verlierer des Jahres 2012 - International

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"Es tuat so weh, wenn ma verliert..."

Nicht nur Reinhard Fendrich, auch die von LAOLA1 zu den Verlierern des Jahres gekürten Sportler, können davon spätestens seit heuer ein Lied singen:

Carlo Janka

Gesamt-Weltcup-Sieger 2009/2010, Olympia-Sieger 2010 im Riesentorlauf, RTL-Weltmeister 2009 – keine Frage, Carlo Janka hat schon einige Erfolge auf dem Konto. Umso enttäuschender lief es für den 26-jährigen Schweizer in der jüngsten Vergangenheit. Chronische Rückenbeschwerden und eine Viruserkrankung waren zuviel für den introvertierten Eidgenossen – zudem kamen Schwierigkeiten bei der Materialabstimmung hinzu.  Mit Ausnahme eines zweiten Platzes in der Kombination von Sotschi schaffte es Janka 2012 kein einziges Mal auf ein Weltcup-Stockerl. In dieser Saison ist er überhaupt noch ohne Top-10-Platzierung.

Mercedes

Die dritte Formel-1-Saison verlief für die Silberpfeile mehr als nur enttäuschend. Anstelle des geplanten Aufwärtstrends fuhr man mit 142 Punkten die bislang wenigsten WM-Punkte seit dem Comeback ein. Angesichts des fünften Platzes in der Team-WM verblasste da auch der erste Grand-Prix-Sieg durch Nico Rosberg. Das Engagement von Michael Schumacher muss man unter dem Motto „Außer Spesen nix gewesen“ abhaken. 2013 sollte es für den Daimler-Konzern wieder besser laufen.

Radsport

Schon seit Jahren vermiest der Doping-Missbrauch den Rad-Fans ihre Lieblings-Sportart. Dementsprechend ist die Anhängerschaft schon einiges gewohnt. Doch wenn man auf das Jahr 2012 zurückblickt, bekommt man den Eindruck, dass sich der Maya-Kalender speziell auf die Welt des Radsports bezog. Nach dem Skandal um Lance Armstrong, dem alle seine sieben Tour-de-France-Titel aberkannt wurden, scheint die Apokalypse noch die eleganteste Variante zu sein, um dem munteren Doping-Treiben im Radsport ein baldiges Ende zu setzen.

Tim Wiese

2012 war nicht das Jahr des Tim Wiese. Im Frühjahr verkündete der sechsfache Team-Torhüter nach sieben Jahren seinen Abschied von Werder Bremen. Der 31-Jährige wolle noch einmal etwas Neues ausprobieren. Sein Weg führte ihn nach Hoffenheim, wo er bei der TSG zum Führungsspieler reifen wollte. Nach einigen Patzern geriet Wiese dort schnell ins Kreuzfeuer der Kritik. Zu allem Überfluss zog er sich auch noch eine Bänderverletzung zu, die ihn bis zum nächsten Jahr matt setzte. Der (mittlerweile entlassene) TSG-Coach Markus Babbel gab aber zu, dass Wiese selbst ohne Verletzung keine große Zukunft im Hoffenheimer Kasten gehabt hätte. Ebenfalls nicht mehr erwünscht ist Wiese auch in der deutschen Nationalmannschaft. Teamchef Jogi Löw erklärte am 9. August, nicht mehr länger mit Tim Wiese zu planen.

Hertha BSC Berlin

Der Traditionsverein aus der deutschen Hauptstadt entwickelt sich zum Fahrstuhl-Klub. Abstieg 2010, Wiederaufstieg 2011 und 2012 ging es erneut in die zweite Liga zurück. Damit verkauft sich die „Alte Dame“ allerdings weit unter ihrem Wert. Schließlich ist sie mit 29.000 Mitgliedern der größte Sportverein Berlins. Da dürfen die Ansprüche schon einmal höher sein.  Als schlechter Verlierer erwiesen sich die Berliner zudem in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf. Nachdem die Düsseldorfer Fans in der vorletzten Minute der Nachspielzeit aufs Spielfeld stürmten, um den Aufstieg ihres Vereins zu feiern, legte die Hertha am nächsten Tag Einspruch gegen die Wertung des Spiels ein. Erst nachdem das DFB-Bundesgericht diesen ablehnte, verzichtete man auf den Gang zum Schiedsgericht.

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